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Nahost : Russen schicken eigenen Sondergesandten

  • Aktualisiert am

Russland sichert den Palästinensern Hilfe zu Bild: AP

Streit um jüdische Siedlungen, ein erschossener Israeli im Westjordanland: Vor diesem Hintergrund erörtert Arafat in Moskau Chancen auf Frieden in Nahost.

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          Russland wird in der kommenden Woche seinen eigenen Sondervermittler Wassili Sredin zu Verhandlungen in den Nahen Osten schicken. Das sagte der russische Außenminister Igor Iwanow am Dienstag in Moskau dem Palästinenser-Präsidenten Jassir Arafat zu.

          Sredin ist Sondergesandter von Präsident Wladimir Putin für den Nahen Osten. Nach dem Treffen mit Arafat rief Iwanow alle Seiten auf, die Gewalt zu beenden. „Besonders wichtig ist, dass Israel seine Siedlungstätigkeit einstellt, denn das würde helfen, andere Fragen zu klären“, fügte er vor der Presse hinzu.

          Israelischer Siedler getötet

          Bewaffnete Palästinenser hatten am Morgen im nördlichen Westjordanland einen israelischen Siedler getötet. Die Angreifer eröffneten das Feuer nahe der Autonomiestadt Nablus und verletzten den 41-Jährigen aus der Siedlung Itamar tödlich am Kopf.

          Isarelischer Siedlungsbau: Stachel für die Palästinenser

          Im Gazastreifen wurden fünf palästinensische Polizisten verletzt, als israelische Panzer ihre Stellung nahe der jüdischen Siedlung Nezarim beschossen. Bei einem Feuergefecht nahe Bethlehem im Westjordanland wurde ein fünfjähriges palästinensisches Mädchen von Granatsplittern verletzt.

          Stunden vor den neuen gewaltsamen Zwischenfällen hatten Israelis und Palästinenser unter Vermittlung des US-Sondergesandten William Burns ein Treffen ihrer Sicherheitsexperten vereinbart. Das erste Gespräch dieser Art seit zwei Monaten wurde am Dienstagnachmittag erwartet.

          Der israelische Wohnungsminister Nathan Scharanski bestätigte unterdessen den geplanten Bau von mehr als 700 neuen Wohneinheiten in zwei jüdischen Siedlungen im Westjordanland.

          Palästinenserpräsident Jassir Arafat begann am Dienstag in Moskau Gespräche mit der russischen Staatsführung über neue Friedensvorschläge im Nahost-Konflikt. Außenminister Igor Iwanow sagte, Russland werde alles tun, um die Spirale der Gewalt zu stoppen, damit die Gespräche im Nahen Osten wieder aufgenommen werden können. Arafat, der am Nachmittag Präsident Wladimir Putin treffen sollte, hatte bei seiner Ankunft Russland aufgefordert, eine aktivere Rolle im Friedensprozess zu übernehmen.

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