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Nahost-Konflikt : Ende der Geduld?

  • -Aktualisiert am

Nach der Gewalt am Tag der „Nakba“ hat Israels Armee zwar Fehler eingestanden. Doch es ist kein Wunder, dass auf arabischer Seite bei einigen der Geduldsfaden reißt. Netanjahu ist zwar für eine Zwei-Staaten-Lösung, aber er tut nichts dafür.

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          Der Unabhängigkeitstag Israels ist für die Palästinenser der Tag der „Nakba“, der großen Katastrophe, an dem sie der Flucht und Vertreibung von etwa 750.000 Arabern gedenken. In diesem Jahr bekam er durch die „Arabellion“, das Aufbegehren der arabischen Völker gegen ihre versteinerten Regime, zusätzliche Brisanz. Am Golan, wo seit 1973 Ruhe herrscht, kam es zu blutigen Zusammenstößen an der Grenze zwischen Syrien und den von Israel besetzten Höhen.

          Israels Armee hat Fehler eingestanden und eine Untersuchung angekündigt. Nicht ganz von der Hand zu weisen ist seine Vermutung, das syrische Regime habe bei dem Ansturm auf die Grenze seine Hand mit im Spiel gehabt, denn ihm droht Ungemach von der eigenen Bevölkerung. Doch auch in Ägypten kam es zu Protesten vor der israelischen Botschaft, und im Gazastreifen ließ die Hamas marschieren.

          Netanjahu ist zwar für eine Zwei-Staaten-Lösung, doch er tut nichts dafür; nicht wenige glauben, er wolle nur Zeit gewinnen. Was Wunder, dass da auf der anderen Seite, zumal in Zeiten der „Arabellion“, bei einigen der Geduldsfaden reißt.

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