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Nahost-Konflikt : Clinton zwingt Barak und Arafat zu Verhandlungen

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Der scheidende amerikanische Präsident, Bill Clinton, will die letzten Monate im Weißen Haus nutzen, um ein Ende der Gewalt im Nahen Osten zu erreichen. Ende der Woche trifft er sich mit PLO-Chef Arafat und Israels Premier Ehud Barak - zu getrennten Gesprächen in Washington.

          Der amerikanische Präsident Bill Clinton will in der kommenden Woche einen neuen Versuch starten, den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. Er werde sich am Donnerstag mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat und am kommenden Sonntag mit dem israelischen Regierungschef Ehud Barak zu getrennten Gesprächen treffen, bestätigte ein Sprecher des Weißen Hauses am Sonntag in Little Rock. Die Termine hatten zuvor bereits die Palästinenser und die Israelis bekannt gegeben.

          Arafat hat derweil eine internationale Friedenstruppe für das Westjordanland und den Gazastreifen gefordert. In einem Interview sagte der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehörde Arafat, die UN-Truppe solle Palästinenser in den Autonomiegebieten vor der israelischen Armee schützen. Er bitte um Hilfe zur Beendigung der Tragödie im Nahen Osten und zur Rettung des Friedensprozesses. Dabei wende er sich an die Bevölkerung in den USA und an die gesamte internationale Gemeinschaft.

          Zweite Intifada

          Derweil nimmt die Gewalt im Nahen Osten kein Ende: Auch am Sonntag war es erneut zu vereinzelten Zwischenfällen im Gazastreifen gekommen. Dabei wurden zwei Palästinenser getötet. Der Friedensprozess im Nahen Osten steckt seit dem Scheitern eines Gipfels im US-Camp David im Juli in der Sackgasse. Ende September kam es nach mehreren Jahren wieder zu Ausschreitungen. Inzwischen sprechen Beobachter von einer zweiten Intifada.

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