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Nahost : Besorgte Außenminister sprechen über Lage in Israel

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Italienischer Außenminister sieht USA nicht als Hemmschuh bei der Entsendung von Beobachtern.

          Die G8-Außenminister sind zutiefst über die zugespitzte Lage im Nahen Osten besorgt. Die Außenminister der führenden sieben Industriestaaten und Russlands bereiteten den G-8-Gipfel in Genua vor, der an diesem Freitag beginnt.

          Der italienische Außenminister Renato Ruggiero sagte am Mittwochabend in Rom: „Die Situation verschlechtert sich, sie ist wirklich Besorgnis erregend.“ Nach dem ersten Tag der Beratungen sagte Ruggiero, der Mitchell-Plan für vertrauensbildende Maßnahmen zwischen Israelis und Palästinensern müsse dringend umgesetzt werden. Für die Staats- und Regierungschefs aus den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien und Japan sowie Russlands ist der Nahe Osten ein zentrales Thema ihres dreitägigen Treffens. Sie wollen dazu eine gemeinsame Erklärung abgeben.

          Ruggiero: Auch USA für Nahost-Beobachter

          Zur Frage, ob auch die USA als enger Verbündeter Israels eine Entsendung von Beobachtern in die Konfliktzone mittragen könnten, sagte Ruggiero: „Auf Seiten der USA sehe ich keine Schwierigkeiten.“ Das zentrale Hindernis, den Mitchell-Plan umzusetzen, liegt in der Voraussetzung einer siebentägigen Waffenruhe. Erst am Montag starben zwei Israelis bei einem palästinensischen Selbstmordattentat. Am Dienstag wurden bei einem israelischen Vergeltungsangriff bei Bethlehem vier Palästinenser getötet.

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