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Naher Osten : Wieder Selbstmordanschlag in Israel

  • Aktualisiert am

Die Gewalt hält an Bild: AP

Bei Anschlägen in Israel und im Gaza-Streifen sind nach Polizeiangaben am Freitag mindestens drei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden.

          1 Min.

          Bei einem Selbstmordanschlag in der nordisraelischen Stadt Hadera sind am Freitag mindestens drei Menschen getötet und zwölf verletzt worden. Bei zwei der Toten handle es sich vermutlich um die beiden Attentäter, teilte die Polizei mit. Zuvor war offiziell von 14 Verletzten die Rede gewesen. Der öffentliche Rundfunk berichtete, unter den Verletzten seien zwei Babys.

          In anderen Medienberichten war von etwa 30 Verletzten die Rede. Der oder die Attentäter rammten demnach mit einem mit Sprengstoff beladenen Taxi in der Nähe einer Haltestelle einen Bus. Bürgermeister Israel Sadan sagte, der Bus der Linie 841sei auf dem Weg von Tel Aviv in die nordisraelische Grenzstadt Kiriat Schmona gewesen. Ein Sprecher des Busunternehmens Egged nannte es ein Wunder, dass nicht mehr Menschen verletzt wurden.

          Noch kein Bekennerschreiben

          Es war der zweite Bombenanschlag in Hadera innerhalb von sechs Monaten. Die Küstenstadt liegt zehn Kilometer südlich von Netanja, wo ein palästinensischer Selbstmordattentäter genau eine Woche zuvor fünf Menschen mit sich in den Tod riss. Zu dem Anschlag in Netanja hatte sich die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas bekannt. Zu der Bluttat in Hadera bekannte sich zwar zunächst niemand.

          Der Hamas-Gründer Scheich Achmed Jassin hatte jedoch kurz zuvor weitere Selbstmordanschläge angedroht. „Wir haben Märtyrer-Kandidaten, die es verstehen werden, die Israelis zu treffen, wo immer sie sind“, sagte Jassin vor Journalisten in Gaza. Nur wenige Stunden vor dem Anschlag in Hadera hatte sich am Freitagmorgen ein Hamas-Mitglied bei einem israelischen Kontrollposten im Gazastreifen in die Luft gesprengt. Der Mann war mit einem mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster auf den Posten in der Nähe der jüdischen Siedlung Nezarim zugerast, als der Wagen explodierte. Israelische Soldaten wurden nach Armeeangaben nicht verletzt.

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