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Naher Osten : Türkei schießt syrischen Kampfjet ab

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Die türkische Luftwaffe hat ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen, das die Grenze zwischen beiden Staaten verletzt haben soll.

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          Das türkische Militär hat am Sonntag an der südlichen Grenze des Landes ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen. Das habe Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag bestätigt, berichteten türkische Fernsehsender.

          Nach Angaben türkischer Behörden ist die Maschine auf syrischem Gebiet westlich der Grenzstadt Kasab in der Provinz Latakia niedergegangen. Sie soll zuvor den türkischen Luftraum verletzt haben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Sonntag mit, das abgeschossene Flugzeug habe zuvor Angriffe auf Rebellen in der syrischen Provinz Latakia geflogen, die einen Grenzposten hätten einnehmen wollen. An der Grenze gab es seit dem Beginn des Bürgerkriegs wiederholt Zwischenfälle.

          Auf syrischer Seite hatten Rebellen in dem Gebiet in der vergangenen Woche den letzten Grenzübergang zur Türkei eingenommen, der noch von den Regierungstruppen kontrolliert worden war. Nach Berichten von  Revolutionsaktivisten war an den Kämpfen in Kasab auch die Al-Nusra-Front beteiligt, die von westlichen Geheimdiensten als Terrororganisation eingestuft wird.

          Mehrere Tote im Libanon

          Unterdessen sind bei Gefechten zwischen Anhängern und Gegnern des syrischen Präsidenten Baschar al Assad in der libanesischen Hauptstadt Beirut am Sonntag mindestens ein Mensch getötet und 13 Menschen verletzt worden. Die Kämpfe fanden am frühen Morgen in einem vornehmlich von Sunniten bewohnten Viertel im Süden Beiruts statt, wie Sicherheitskräfte mitteilten. Erst nach mehr als  fünf Stunden habe die Armee die Lage unter Kontrolle bringen können.

          In den vergangenen Tagen waren bei Gefechten zwischen Unterstützern und Gegnern Assads in der zweitgrößten libanesischen Stadt Tripoli 24 Menschen getötet und fast 130 verletzt worden. Der Großteil der Sunniten gilt als Gegner des syrischen Machthabers. Assad selbst gehört den Alawiten an, einer Abspaltung der Schiiten.

          Im syrischen Bürgerkrieg wurden nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bereits mehr als 140.000 Menschen getötet. Die Revolte begann im März 2011 mit friedlichen Protesten gegen Assad, die gewaltsam niedergeschlagen wurden.

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