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Naher Osten : Israel setzt Offensive gegen Palästinenser aus

  • Aktualisiert am

Eindeutige Warnung von Scharon Bild: AP

Nach der jüngsten Eskalation der Gewalt hat Israel seine Offensive gegen radikale Palästinenser im Gazastreifen ausgesetzt, ruft aber alle Bürger auf, die Sinai-Halbinsel zu verlassen - wegen Terrorgefahr. Scharon und Abbas wollen sich bald treffen.

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          Nach der jüngsten Eskalation der Gewalt hat die israelische Armee ihre Offensive gegen radikale Palästinenser im Gazastreifen ausgesetzt.

          Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas solle so die Möglichkeit erhalten, die Extremisten zu einem Ende der Angriffe auf Israel zu bewegen, sagte ein hochrangiger Vertreter der israelischen Sicherheitskräfte am Sonntag. Das Militär werde aber weiter gegen mutmaßliche Attentäter vorgehen. Zudem werde zurückgeschlagen, falls der Raketenbeschuß aus dem Gazastreifen wieder beginnen sollte, hieß es.

          Scharon und Abbas wolle sich bald treffen

          Der palästinensische Chef-Unterhändler Saeb Erekat begrüßte die Entscheidung. Die radikale Hamas-Organisation erklärte dagegen, sie traue der israelischen Ankündigung nicht.

          Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas planen nach offiziellen Angaben nun doch ein Treffen in naher Zukunft.

          Ein Termin steht noch aus

          Scharon und Abbas hätten bei einem Telefongespräch zudem eine engere Kooperation zur Wiederbelebung des Friedensprozesses vereinbart, teilte das Büro Scharons am Sonntag mit. Abbas habe Scharon angerufen, um ihm Grüße zum Beginn des Jüdischen Neujahrs zu übermitteln, das am Montag nach Sonnenuntergang beginnt. Ein Termin für das Treffen wurde zunächst nicht bekannt.

          Ein ursprünglich für Sonntag geplantes Gipfeltreffen von Scharon und Abbas war abgesagt worden, nachdem die Gewalt im Nahen Osten Ende September wieder aufgeflammt war. Radikale Palästinenser feuerten vom Gazastreifen aus Raketen auf Israel, woraufhin die israelische Armee das Küstengebiet beschoß und vier mutmaßliche Extremisten tötete.

          Israel warnt vor Anschlägen

          Israel hat seine Bürger aus Furcht vor Entführungen vor Reisen auf die ägyptische Sinai-Halbinsel gewarnt. Extremisten planten, Israelis während der bevorstehenden Ferienzeit zu verschleppen, sagte am Sonntag der Scharons Anti-Terrorismusberater, Danni Arditi.

          Die Zeitung „Maariw“ berichtete, der israelische Geheimdienst Mossad habe Informationen über eine von der libanesischen Hizbullah-Miliz unterstützte Palästinenser-Zelle im Sinai erhalten, die entführte israelische Touristen gegen palästinensische Gefangene in Israel austauschen wolle. Arditi bestätigte, daß die Hoffnung auf einen Gefangenenaustausch in dem Plan vermutlich eine Rolle spiele.

          Etwa 30.000 Israelis wollen über die jüdischen Feiertage, die am Montag mit dem Neujahrsfest beginnen, auf die Sinai-Halbinsel reisen. Bereits etwa 2500 halten sich den Berichten zufolge bereits dort auf.

          Tausende Israelis hatten eine ähnliche Warnung ihrer Regierung vor einem Jahr ignoriert, als kurz danach bei einer Serie von Bombenanschlägen auf Ferienanlagen im Sinai 34 Menschen getötet wurden. Die aktuelle Warnung gehe auf sehr konkrete Informationen zurück, sagte Arditi im israelischen Radio. Sie beziehe sich vor allem auf die Küstengebiete des Sinai, die bei Israelis ein sehr beliebtes Urlaubsziel sind. „Es gibt Aktivitäten der Hizbullah, von anderen palästinensischen Terrorgruppen und der Al Qaida, und sie alle könnten in einem solchen Plan durchaus kooperieren“, sagte Arditi.

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