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Naher Osten : Israel gibt Geld frei

  • Aktualisiert am

Israel kündigt Schritte zur Entspannung an Bild: AP

Auf Drängen der Amerikaner unternimmt Israel erste Schritte, um die Notlage der Palästinenser zu verbessern.

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          Israel hat mit monatelanger Verzögerung am Montag 70 Millionen Schekel (rund 15 Millionen Euro) an die Palästinenser überwiesen, um die katastrophale Notlage der Bevölkerung in den Autonomiegebieten zu lindern. Gleichzeitig gab die Regierung bekannt, man werde in Kürze insgesamt 12.000 Palästinensern Arbeitsgenehmigungen in Israel erteilen. Vor Beginn des jüngsten Konflikts waren täglich 120.000 Palästinenser in Israel zur Arbeit gegangen.

          Die Überweisung erfolgte erst auf Drängen der Vereinigten Staaten. Israel hat sich bereit erklärt, insgesamt 200 Millionen von rund zwei Milliarden Schekeln (rund 420 Millionen Euro) an Steuergeldern an den neuen palästinensischen Finanzminister Salam Fajad zu überweisen, die die Regierung seit Beginn der Auseinandersetzungen vor 22 Monaten zurückgehalten hat.

          Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser kündigte an, er werde in den kommenden Tagen mit dem neuen palästinensischen Innenminister Abdel Rasak Jechia zusammentreffen, um über weitere Erleichterungen für die Bevölkerung zu sprechen.

          Bürgerrechtler Jackson trifft Arafat

          Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat wies die israelischen Ankündigungen als „Medien-Bluff“ zurück. Er nehme die Versprechen nicht mehr ernst, sagte er dem amerikanischen Politiker Jesse Jackson in Ramallah. Jackson, der am Sonntag mit Außenminister Schimon Peres gesprochen hatte, traf in Ramallah mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat zusammen. Der schwarze Bürgerrechtler kritisierte die Haltung Washingtons, die offen die Ablösung Arafats fordert.

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