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Naher Osten : Gaza-Rückzug wird möglicherweise vorgezogen

  • Aktualisiert am

Die Auseinandersetzungen um die Gaza-Räumung geht weiter Bild: REUTERS

Nach den Protesten gegen den Rückzug Israels aus dem Gazastreifen erwägt die israelische Regierung, die geplante Räumung des Palästinensergebiets vorzuziehen, um weiteren Protesten zuvorzukommen.

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          Nach den Protesten der vergangenen Tage gegen den Rückzug Israels aus dem Gazastreifen erwägt die israelische Regierung, die für Mitte August geplante Räumung des Palästinensergebiets vorzuziehen. Auf diese Weise könnte sie weiteren Aktionen gegen die Räumung zuvorkommen, sagte ein Mitarbeiter von Ministerpräsident Ariel Scharon am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

          Rechtlich und organisatorisch sei dies durchaus machbar, fügte er hinzu. Nach seinen Angaben wird Scharon am Freitag mit US-Außenministerin Condoleezza Rice bei ihrem geplanten Treffen auf Scharons Farm im Süden Israels über die Maßnahme beraten.

          Großdemonstration abgebrochen

          Scharons Stellvertreter Schimon Peres und Ehud Olmert sprachen sich im öffentlichen Rundfunk ebenfalls dafür aus, mit der Räumung der 21 Siedlungen im Gazastreifen und vier weiteren im Westjordanland früher als geplant zu beginnen. Vom rechtlichen Gesichtspunkt aus könnte der Rückzug bereits am 22. Juli starten, sagte Olmert.

          Am Mittwoch hatten tausende Gegner des Rückzugs ihre dreitägige Großdemonstration an der Grenze zum Gazastreifen beendet. Die Organisatoren kündigten an, ein harter Kern werde aber weiterhin versuchen, trotz des Verbots zur größten Siedlung des Gazastreifens vorzudringen, um den Widerstand der Bewohner gegen ihre Evakuierung zu unterstützen.

          Am Mittwoch hatte das israelische Parlament einen Aufschub des Rückzugs, wie von den Gegnern gefordert, klar abgelehnt. Rice kommt am Donnerstag abend zu einer neuen Nahost-Mission nach Israel und in die Palästinensergebiete. Bei den dreitägigen Gesprächen mit der Palästinenserführung und Vertretern der israelischen Regierung geht es vor allem um den bevorstehenden historischen Abzug Israels aus dem Gazastreifen.

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