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Naher Osten : Eskalation in Israel

Die jüdischen Feiertage gehen in einer Welle der Gewalt zu Ende. Den Sicherheitskräften gelingt es nicht, die Lage zu beruhigen. Die Gefahr ist groß, dass die Eskalation weitergeht.

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          Die jüdischen Feiertage gehen in einer Welle der Gewalt zu Ende. Seit dem Neujahresfest vor zwei Wochen wurden in Jerusalem und im Westjordanland fünf Israelis bei Terroranschlägen getötet. Trotz eines Großeinsatzes gelingt es den israelischen Sicherheitskräften nicht, die Lage zu beruhigen.

          Die Gefahr ist groß, dass die Eskalation weitergeht. Der innenpolitische Druck auf Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wächst, die Armee noch härter durchgreifen zu lassen. Aber gegen Einzeltäter, die nichts zu verlieren haben, können auch zusätzliche Bataillone wenig ausrichten.

          Gleichzeitig tut die palästinensische Führung nichts, um die Spannungen zu verringern. Präsident Mahmud Abbas setzt auf Konfrontation, wie er vor der UN-Vollversammlung deutlich machte.

          Dabei ist klar, was nötig ist, um eine dritte Intifada zu verhindern: An der Al-Aqsa-Moschee muss wieder Ruhe einkehren. Vor einem Jahr bewiesen Israelis und Palästinenser – mit jordanischer und amerikanischer Unterstützung –, dass sie in einem gemeinsamen Kraftakt die Extremisten auf beiden Seiten in die Schranken weisen können. Aber in diesem Herbst wird das viel schwieriger. Der politische Stillstand und die Wirtschaftskrise ließ bei vielen Palästinensern Frustration und Gewaltbereitschaft zunehmen.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

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