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Nach weiterer Messerattacke : Israel beschließt Bau von Sperrzäunen

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Israelische Polizisten sichern den Tatort eines Anschlags auf ein Patrouillenfahrzeug am Dienstag in Jerusalem. Bild: dpa

Nach einer Serie von Attacken will Israel seine Sicherheit verbessern. Sperrzäune sollen gebaut, palästinensische Medien geschlossen und Helfer von Palästinensern bestraft werden, beschloss die Regierung.

          Nach der blutigen Anschlagsserie von Palästinensern plant Israel Gegenmaßnahmen vom Bau von Sperranlagen bis hin zur Schließung bestimmter palästinensischer Medien. Das Maßnahmenpaket sei bei einer Krisensitzung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit Verteidigungsminister Mosche Jalon sowie Vertretern von Militär, Polizei und Geheimdienst beschlossen worden, berichteten israelische Medien am Mittwoch.

          Am Vortag waren bei mehreren Attacken in Jerusalem und im Großraum Tel Aviv vier palästinensische Attentäter und ein amerikanische Tourist getötet worden. Es gab mehrere Verletzte. Die Anschlagsserie überschattet den Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden.

          Beschlossen wurde unter anderem, Lücken in der Sperranlage im Bereich Jerusalem zu schließen. In der Gegend von Tarkumia im südlichen Westjordanland solle ein neuer Sperrzaun gebaut werden, berichtete die „Jerusalem Post“. Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser aus dem Westjordanland sollten eingeschränkt werden, berichtete der israelische Rundfunk. Palästinensische Medien, die zur Gewalt aufrufen, sollen geschlossen werden.

          Mit strengeren juristischen Maßnahmen muss zudem künftig rechnen, wer Palästinensern ohne Aufenthaltsgenehmigung in Israel hilft. Ein 22 Jahre alter Palästinenser aus Kalkilia, der den 28 JAhre alten amerikanischen Touristen in Tel Aviv erstach und zehn weitere Menschen verletzte, hatte keine Einreisegenehmigung für Israel.

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