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Nach Tönnies-Skandal : Österreich nimmt Reisewarnung für NRW zurück

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Nach mehreren Telefonaten mit Armin Laschet hat Österreichs Kanzler Kurz die Regelungen für NRW gelockert. Bild: dpa

Ministerpräsident Armin Laschet hat laut informierten Kreisen Österreichs Kanzler Sebastian Kurz von den umfassenden Maßnahmen zur Viruseindämmung überzeugt. Nur für Gütersloh hält Österreich seine Einschränkungen aufrecht.

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          Österreich hat die nach dem schweren Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies ausgesprochene generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Nach Informationen aus NRW-Regierungskreisen in Düsseldorf wurde die Reisewarnung auf die vom Infektionsgeschehen betroffenen Kreise beschränkt. In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes in Berlin hieß es am späten Sonntagabend, laut Mitteilung des österreichischen Gesundheitsministeriums müssten Reisende aus Gütersloh ab Montag 00.01 Uhr bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen.

          Aus NRW-Regierungskreisen hieß es, Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) habe am Wochenende mehrfach mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz telefoniert und die Lage mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie erörtert. Laschet habe die Maßnahmen der betroffenen Kreise und des Landes zur Eindämmung des Ausbruchs sowie die Anstrengungen zur massiven Testung der Tönnies-Mitarbeiter, ihres Umfelds und der Gesamtbevölkerung erläutert. Kurz hat demnach seine Anerkennung dafür zum Ausdruck gebracht sowie das konsequente und umfassende Vorgehen begrüßt.

          In diesen Kreisen wurde zu Beginn der Sommerferien in NRW betont, dass Österreich kein Beherbergungsverbot ausspreche. Vielmehr würden die generellen Einreisebeschränkungen für alle von hohen Infektionszahlen betroffenen Regionen in Europa nun auch auf Gütersloh angewandt. Kurz habe Laschet zugesichert, den Kreis Warendorf hier bereits nicht mehr einzubeziehen. Dies habe auch das österreichische Gesundheitsministerium der Deutschen Botschaft in Wien offiziell mitgeteilt. Sobald die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auch in Gütersloh unter 50 falle, solle auch hier die Beschränkung aufgehoben werden.

          Beim Fleischkonzern Tönnies hatte es einen massiven Corona-Ausbruch mit mehr als 1500 infizierten Arbeitern gegeben.

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