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Anschlag in London  : IS reklamiert Anschlag für sich

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Am Sonntagabend in den britischen Nationalfarben erleuchtet: das Brandenburger Tor in Berlin. Bild: AFP

Die Polizei nahm am Sonntag im Zusammenhang mit dem Anschlag zwölf Menschen fest. Über ihr Sprachrohr „Amaq“ meldet sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“. Am Abend erstrahlt das Wahrzeichen Berlins in den Farben des Union Jacks. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

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          Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Anschlags in London ist am Sonntagabend das Brandenburger Tor in Berlin in den britischen Nationalfarben angeleuchtet worden. Das Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt wurde mit dem blau-rot-weißen Union Jack angestrahlt, wie die Nationalflagge des Vereinigten Königreichs genannt wird. Vor der nahegelegenen britischen Botschaft in Berlin legten Menschen Blumen nieder. Auf einem Papier mit der britischen Nationalflagge stand „You'll never walk alone“ (Ihr geht nie allein) zu lesen.

          Und das ist der aktuelle Stand der Ermittlungen: Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von London sind zwölf Menschen festgenommen worden. Nur Stunden nach dem Anschlag rückten Einsatzkräfte zu Razzien im multi-ethnischen Viertel Barking im Osten der Stadt aus. Dabei wurden sieben Frauen und fünf Männer im Alter zwischen 19 und 60 Jahren festgenommen. Einer der Festgenommenen, ein 55-jähriger Mann, wurde später wieder freigelassen. Außerdem seien Häuser durchsucht worden, teilte die Polizei mit. Ob dabei etwas von Bedeutung für Ermittlungen gefunden wurde, war am Sonntagabend unklar. Bei den Angriffen auf der London Bridge und dem Borough Market hatten die Angreifer am Samstagabend mindestens sieben Menschen getötet. Etwa 50 Menschen wurden verletzt. 21 befinden sich noch in kritischem Zustand.

          Ausländer unter den Opfern

          Unter den Verletzten sind Deutsche. Wie das Auswärtige Amt in Berlin am Sonntag mitteilte, befindet sich darunter auch eine schwer verletzte Person. Unter den Schwerverletzten sind außerdem auch zwei Polizeibeamte. Es sind zahlreiche Ausländer unter den Opfern: Ein Toter stammt aus Kanada,  wie der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau am Sonntagnachmittag mitteilte. Ein schwerverletzter Neuseeländer sei stundenlang operiert worden, berichtete BBC. Unter den sieben Todesopfern ist auch ein Franzose, ein weiterer wird noch vermisst. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian will am Montag nach London reisen, um dort Angehörige der französischen Opfer des Anschlags zu treffen, wie aus seinem Umfeld verlautete.

          Die drei Täter wurden von der Polizei erschossen. Acht Polizeibeamte hätten die „beispiellose“ Zahl von 50 Schüssen auf die drei Angreifer abgegeben, teilte Mark Rowley von der Londoner Polizei mit. Dabei habe auch ein Unbeteiligter
          eine Schusswunde erlitten. Einer der drei Attentäter hat kurz vor dem Anschlag den weißen Transporter gemietet, der für die Tat genutzt worden ist, sagte ein Sprecher der Londoner Polizei. Am Sonntagabend reklamierte die Terroristenmiliz IS den Anschlag für sich, wie auch schon in vergangenen Fällen über das Sprachrohr „Amaq“.

          Die Rückkehr des Terrors

          Es war kurz nach 22 Uhr, als ein Lieferwagen auf der London Bridge in eine ahnungslose Gruppe Passanten fuhr. Knapp zwei Wochen nach dem Selbstmordattentat in Manchester und wenige Tage vor der Parlamentswahl war der Terror nach Großbritannien  zurückgekehrt. 48 Menschen wurden verletzt in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.  Einem Polizisten wurde nach Polizeiangaben ins Gesicht gestochen. Er soll nach Angaben des Nachrichtensenders Sky News am Samstagabend als Erster zum Tatort geeilt sein. Er habe sich dann den drei Attentätern in den Weg gestellt. Laut BBC wurden die drei mutmaßlichen Attentäter nur acht Minuten nach dem ersten Notruf von der Polizei erschossen.

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