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Nach Bombenfund : Polizei fasst Terrorverdächtigen von New York

  • Aktualisiert am

Bild: AFP

Die amerikanische Polizei hat den wegen Terrorverdachts gesuchten Ahmad Khan Rahami festgenommen. Der Amerikaner afghanischer Herkunft wird des Bombenanschlags in New York und mehrerer selbst gebauter Sprengsätze in New Jersey verdächtigt.

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          Der wegen der Bombenanschläge von New York und New Jersey gesuchte Verdächtige ist festgenommen worden. Die New Yorker Polizei bestätigte offiziell, dass es sich bei dem in Linden (New Jersey) am Montagvormittag (Ortszeit) festgenommenen Mann um den gesuchten Hauptverdächtigen Ahmad Khan Rahami handelt. Der 28 Jahre alte Mann ist laut Polizei Amerikaner afghanischer Herkunft.

          Fernsehbilder zeigten den Verdächtigen auf einer Trage liegend in Obhut der Polizei. Er war bei Bewusstsein und hatte mehrere Verletzungen. Nach Angaben des Bürgermeisters von Linden schlief Rahami im Durchgang einer Bar und wurde von einem Passanten entdeckt. Als die von Passanten alarmierte Polizei den Schlafenden habe wecken wollen, sei es zu einem Schusswechsel gekommen, sagte Bürgermeister Derek Armstead am Montag. Ahmad Khan Rahami sei ins Bein getroffen worden und ein Polizist in seine schusssichere Weste. Ein zweiter Polizist sei durch Glassplitter verletzt worden.

          Bericht: Keine direkte Verbindung zum „IS“

          Die Polizei hatte erst am Montagmorgen einen Fahndungsaufruf veröffentlicht, der Rahami zeigt und diesen sowohl mit den Anschlägen von New York als auch mit den Sprengsätzen von Seaside Park und Elizabeth in Verbindung bringt. Offen ist, ob er allein handelte. Der Festgenommene soll auch der Mann sein, der auf Überwachungsvideos in New York zu sehen war.

          Nach Polizeiangaben wohnte er in Elizabeth, wo am Sonntagabend der Bombenrucksack gefunden wurde. Der Sender NBC berichtete unter Bezug auf Ermittlerkreise, sein Fingerabdruck sei auf einer der nicht explodierten Bomben gefunden worden. Die Ermittler stufen die Vorfälle als Terrorismus ein. Einem Bericht des Senders NBC zufolge gibt es aber bislang keine direkte Verbindung zu der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Man könne zwar nicht ausschließen, dass der oder die Täter vom „IS“ inspiriert gewesen seien, aber es gebe keinerlei Anhaltspunkte für etwas wie einen Auftrag, berichtete der Sender unter Berufung auf Ermittlerkreise.Später erklärte auch das FBI selbst, es gebe bislang keine Anzeichen dafür, dass eine Terrorzelle hinter dem Bombenanschlag stecke.

          Mit diesem Bild fahndete die Polizei nach Ahmad Khan Rahami

          Linden liegt etwa 6,4 Kilometer entfernt von Elizabeth. Dort wurde am späten Sonntagabend in der Nähe des Bahnhofs eine Tasche gefunden, die fünf Bomben enthielt. Die Polizei entschärfte sie in der Nacht zum Montag mit Robotern. Dabei explodierte eine Bombe, verletzt wurde niemand.

          Bei der Explosion am Samstag im New Yorker Szeneviertel Chelsea waren 29 Menschen verletzt worden. Ein zweiter Sprengsatz in einem Schnellkochtopf explodierte nicht.

          Bereits am Samstagmorgen war in Seaside Park in New Jersey eine von drei miteinander verbundenen Rohrbomben in einer Mülltonne detoniert. Sie galten vermutlich einem Rennen der Marineinfanterie mit mehr als 5000 Teilnehmern. Dank einer Verzögerung des Rennens wurde niemand verletzt.

          Im Zusammenhang mit der New Yorker Detonation befragte das FBI fünf Personen, die in einem Auto gestoppt wurden. Den Angaben zufolge sollen die meisten Insassen Familienmitglieder von Rahami sein. Sie wurden festgenommen. Bisher sei allerdings niemand eines Verbrechens beschuldigt worden, hieß es.

          Obama: Kein Zusammenhang zwischen Minnesota und New York

          Der amerikanische Präsident Barack Obama sagte den Sicherheitsbehörden seine Unterstützung zu. Er lobte die Arbeit der Polizei. Zugleich bestätigte er, dass es bislang keinen Zusammenhang zwischen den Vorfällen an der Ostküste und einer Messerattacke im Bundesstaat Minnesota gibt. Dort hatte ein Mann am Samstagabend acht Menschen verletzt, bevor er von der Polizei getötet wurde. Der IS reklamierte die Tat für sich.

          Unterdessen verschärften die Taten die Auseinandersetzung im Präsidentenwahlkampf. Der Republikaner Donald Trump sagte im Sender Fox, es sei mit weiteren Anschlägen zu rechnen. Verantwortlich seien die Regierung Obamas und seine Konkurrentin Hillary Clinton, die Hunderttausende Fremde ins Land lassen wollten. Diese Behauptung ist sachlich falsch, so hat die amerikanische Regierung die Zahl anzuerkennender Flüchtlinge etwa aus Syrien für 2016 auf nur 10.000 begrenzt.

          Der 28 Jahre alte Ahmad Khan Rahami ist Amerikaner afghanischer Herkunft.

          Clinton sagte: „Lasst uns wachsam sein aber nicht furchtsam“. Sie sei die einzige Kandidatin im Rennen, die Erfahrung damit habe, Terroristen niederzuringen. Auf die afghanische Herkunft des Verdächtigen angesprochen, sagte Clinton, in den Vereinigten Staaten lebten Millionen friedlicher eingebürgerter Einwanderer und Millionen friedliebender Muslime. Trump, dem sie Demagogie vorwarf, suche einen Krieg mit dem Islam. Seine Rhetorik spiele den Feinden der Vereinigten Staaten in die Hände.

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