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Mohammed Atta : Mutmaßlicher Terrorist gründete Islam-AG

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Zeitungsberichten zufolge hat der mutmaßliche Terrorpilot Mohammed Atta an der Technischen Universität in Hamburg-Harburg eine Islam-Arbeitsgemeinschaft gegründet.

          Der mutmaßliche Terrorpilot Mohammed Atta hat an der Technischen Universität in Hamburg-Harburg eine Islam-Arbeitsgemeinschaft gegründet. Wie die „Bild“-Zeitung und das „Hamburger Abendblatt“ berichten, sorgte er während seiner Studienzeit zudem dafür, dass ein eigener Gebetsraum für Moslems eingerichtet wurde.

          Für die Organisation habe er unter dem Namen Mohammed El Amir eine eigene E-Mail-Adresse an der Uni benutzt. Der Raum der Islam-Arbeitsgemeinschaft sei mittlerweile vom Bundeskriminalamt untersucht und versiegelt worden, schreibt das „Hamburger Abendblatt“.

          Nutzte Atta seine Stellung aus?

          Die Fahnder schließen nach Angaben der Zeitung nicht aus, dass der 33-Jährige seine Stellung als Leiter der Arbeitsgemeinschaft nutzte, um Botengänge zu organisieren und neue Mitglieder für seine Terrorgruppe zu gewinnen. Laut Zeitungsberichten soll Atta seine Diplomprüfung im Fachbereich „Stadtplanung“ im Frühjahr 1999 mit der Bestnote 1,0 im Mündlichen und mit 1,7 für seine Diplomarbeit zum Thema „Ein gefährdeter Altstadtteil in Aleppo (Syrien); Stadtteilentwicklung in einer islamisch-orientalischen Stadt“ bestanden haben.

          Liebenswürdig, gar nicht radikal und höchst gläubig

          Ein Professor des Fachbereichs erinnert sich an Atta als „liebenswürdigen, gar nicht radikalen, höchst gläubigen Moslem“ und als Menschen „mit dem man wunderbar klar kam, der in keiner Weise durch radikale Verhaltensweisen aufgefallen war“. Dem Hochschullehrer gegenüber habe sich Atta, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde, als Ägypter ausgewiesen. Nach dem Diplom habe er die Hochschule ohne Vorankündigung verlassen und sei später ebenso wie sein 23-jähiger mutmaßlicher Komplize Marwan Al-Shehhi zwangsexmatrikuliert worden.

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