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Debatte um Mütterrente : Laschets Versprechen

  • -Aktualisiert am

Für dieses Rentner-Ehepaar ist die Rente sicher – doch wie sieht es für die Generation(en) danach aus? Bild: dpa

Die CSU dringt abermals auf die Mütterrente als Wahlkampfschlager. Unions-Kanzlerkandidat Laschet widerspricht und verspricht: Es bleibt bei der Rente mit 67. Ob das die Wähler honorieren, ist unklar.

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          Schon einmal war die Mütterrente für die Union ein Gewinnerthema bei einer Bundestagswahl. Das war 2013, und die Wahl geriet mit einem Ergebnis von mehr als 41 Prozent für CDU und CSU zum Triumph auch für Angela Merkel als Parteivorsitzende und Kanzlerin. Aber es war die bayerische Schwesterpartei, auf deren Betreiben Müttern und (wenigen) Vätern vor 1992 geborener Kinder im Wahlprogramm versprochen (und gehalten) wurde, ein zusätzliches Jahr rentenrechtlich bei der Kindererziehungszeit anzuerkennen.

          Die pro Jahr etliche Milliarden teure Rentenerhöhung sollte ein familienpolitisches Gerechtigkeitssignal an jene Generation von Frauen sein, die sich in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik vornehmlich um Haushalt und Kinder kümmerten, aber später bei der Berechnung ihrer Rente bitter draufzahlten.

          Vor der Bundestagswahl 2017 wollte die CSU wie auch jetzt ihr Erfolgsrezept wiederholen und die Mütterrente ausweiten. Doch der damals noch stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet widersetzte sich der Aufnahme in das gemeinsame Wahlprogramm. Sein gutes Argument damals wie heute: Die Rente für nachfolgende Generationen sei nicht mehr sicher, wenn immer neue Ausgaben draufgesattelt würden. Die jüngste Modellrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft gibt ihm recht. Ob Laschets kühnes Versprechen, es bleibe bei der Rente mit 67, auch ein Gewinnerthema wird?

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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