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Lutz Bachmann : Morddrohung gegen Pegida-Organisator bestätigt

  • Aktualisiert am

Pegida-Demonstration in Dresden am 12. Januar Bild: dpa

Dem Pegida-Organisator Lutz Bachmann wird laut einer Mitgründerin der Organisation mit dem Tode gedroht. Die Polizei hat indes keine konkreten Hinweise auf die Identität möglicher Terroristen in Dresden.

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          Gegen den Organisator der Pegida-Bewegung („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“), Lutz Bachmann, besteht wohl eine konkrete Morddrohung. Das sagte die Pegida-Mitbegründerin Kathrin Oertel am Sonntagabend in der ARD. Auch auf der Facebook-Seite der Organisation war von der Gefahr eines Attentats auf einen der Organisatoren berichtet worden, „Seine Hinrichtung wurde durch IS-Terroristen befohlen“, heißt es dort. Dies war jedoch zunächst unbestätigt geblieben.

          Indes hat die Polizei keine konkreten Hinweise auf die Identität möglicher Attentäter in Dresden. Das geht aus der Anordnung hervor, mit der sie ein Demonstrationsverbot für Montag erlassen hat. Hinweise, die eine Identifizierung potenzieller Täter ermöglichten, lägen den Behörden nicht vor, heißt es. Attentäter seien dazu aufgerufen worden, sich unter die Pegida-Demonstranten zu mischen, „um zeitnah einen Mord an einer Einzelperson des Organisationsteams“ zu begehen.

          Die Polizei zog jedoch am Sonntag keine Verbindungslinie zur Extremistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS), die Teile Syriens und des Nordiraks unter ihre Kontrolle gebracht und ein Kalifat ausgerufen hat. Sie berief sich auf Erkenntnisse des Bundeskriminalamtes und des Landkriminalamtes Sachsen. In der Anordnung heißt es, der Aufruf an die Attentäter ähnele einer Twitter-Nachricht, in der auf Arabisch die Pegida-Demonstration als „Feindin des Islam“ bezeichnet werde. „Angaben zum konkreten Vorgehen liegen hierbei nicht vor“, teilte die Polizei mit. Es sei von einer unmittelbaren Gefährdung von Leib und Leben aller Teilnehmer an Versammlungen auszugehen, was das Versammlungsverbot rechtfertige.

          Es gab zunächst nur wenige Reaktionen aus der Politik auf das Versammlungsverbot in Dresden. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir, dessen Partei zu den schärfsten Pegida-Kritikern zählt und jedes Gespräch mit deren Anhängern ablehnt, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, auch Pegida habe das Recht zu demonstrieren: „Niemand darf sie bedrohen.“

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