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Präsidentenwahl 2016 : Mitt Romney verzichtet auf Kandidatur

  • -Aktualisiert am

Ich will nicht Präsident werden: Mitt Romney gab das auf „Medium“ bekannt. Bild: Reuters

Nach einigen Wochen, in denen er rastlos durch Amerika reiste, hat sich Mitt Romney gegen eine dritte Kandidatur für das Weiße Haus entschieden. Er will einem anderen Kandidaten Platz machen - aber wem?

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          Mitt Romney bewirbt sich kein drittes Mal um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten. Das teilte der frühere Gouverneur von Massachusetts am Freitag seinen Unterstützern in einer Telefonkonferenz mit. Er wolle anderen Politikern der Republikaner die Gelegenheit geben, für die Partei in die Wahl zu ziehen.

          Andreas Ross
          (anr.), Politik

          Er wolle zwar sehr gern der Präsident der Vereinigten Staaten sein, bekräftigte Romney. Aber er wolle nicht einem anderen Kandidaten im Weg stehen, der besser geeignet sein könnte, die Wahl zu gewinnen. Romney ließ nicht erkennen, welchem der weit mehr als zehn Politiker seiner Partei, die ernsthaft über eine Präsidentschaftskandidatur nachdenken, er die besten Chancen zubilligt.

          Romney verwies darauf, dass ihm etliche Umfrageinstitute einen deutlichen Vorsprung vor allen anderen konservativen Bewerbern zugesprochen hatten und dass seine Beliebtheitswerte insbesondere in den Staaten gut seien, in denen Anfang des nächsten Jahres die ersten Vorwahlen abgehalten würden. Auch hätten ihm viele Spender finanzielle Unterstützung zugesagt. Dennoch wisse er, dass ein Wahlsieg eine „schwierige Prüfung“ würde. Romney war nicht zu dem von den Gebrüdern Koch organisierten Seminar eingeladen worden, auf dem die wichtigsten finanziellen Unterstützer der Republikaner am vorigen Wochenende angekündigt hatten, fast 900 Millionen Dollar in den Wahlkampf 2016 zu pumpen.

          Die Ankündigung ist vor allem für den früheren Gouverneur von Florida Jeb Bush und New Jerseys Gouverneur Chris Christie eine gute Nachricht. Wie Romney gelten sie als moderate Republikaner, die für unabhängige Mitte-Wähler attraktiver sein könnten als für den harten Kern der eigenen Parteianhänger. Romney schloss nicht völlig aus, dass sich die Umstände so ändern könnten, dass er seine Entscheidung überdenke. Doch sei das „sehr unwahrscheinlich“.

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