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Bevölkerungswachstum begrenzen : Ein Tabu brechen

Forscher schlagen vor mit aktiver Bevölkerungspolitik einen weiteren Bevölkerungsanstieg auf der Erde zu verhindern. Dabei haben sie vor allem die Staaten des Südens im Blick. Bild: dpa

Die Welt steuert derzeit fast ungebremst auf eine globale Erwärmung zu – und das schnelle Bevölkerungswachstum ist einer der großen Antriebe. Nun fordern Forscher eine aktive Begrenzung der Geburten.

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          In wenigen Tagen wird der von den Regierungen eingesetzte Weltklimarat IPCC einen Sonderbericht vorlegen, der eine phantastische Utopie beschreibt: Die Menschheit steht zusammen und packt die Probleme unverzüglich am Schopf an, der gefährliche Klimawandel wird abgeblasen – die Erwärmung des Planeten wird radikal gebremst. 1,5 Grad wärmer, mehr nicht, so laute die Idee, und so ist der Titel der neuen wissenschaftlichen Einlassung.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Maximal nur 1,5 Grad wärmer darf die Atmosphäre im Mittel werden, verglichen mit der globalen Jahresmitteltemperatur zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts – vor der Industrialisierung also und auch vor der gewaltigen Expansion der Menschheit auf der Erde. Ist das zu schaffen, und wenn ja, wie? Mit dieser Frage sind die Regierungen nach der historischen Einigung der Weltgemeinschaft auf dem Pariser Klimagipfel vor drei Jahren an die Klimaforschung herangetreten. Es war, das war jedem schon damals klar, ein Auftrag, das Unmögliche noch möglich zu machen.

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