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Missbrauch durch Priester : Papst schafft „päpstliches Geheimnis“ bei Missbrauchsfällen ab

  • Aktualisiert am

Papst Franziskus, hier bei seiner Japan-Reise im November, verschärft die Gangart im Kampf gegen sexuellen Missbrauch. Bild: dpa

Aussagen in Kirchenprozessen könnten so künftig auch an zivile Behörden gehen. Bei der Verbreitung und dem Besitz von Kinderpornografie verschärft Papst Franziskus zudem die kirchenrechtlichen Strafen.

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          Papst Franziskus verschärft die Gangart beim Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche. Dazu schaffte er das „päpstliche Geheimnis“ im Fall von Missbrauch durch Priester ab, teilte der Vatikan am Dienstag mit. Die Maßnahme führt nach Angaben der Vatikanischen Medienplattform Vaticannews dazu, dass Aussagen in Kirchenprozessen auch an zivile Behörden gehen.

          Zudem veranlasste der Papst eine Änderung beim Alter von Kindern, die Opfer pornografischer Darstellungen sind: Es gehört nun zu den schwersten Straftatbeständen, wenn diese Bilder von Kindern im Alter von bis zu 18 Jahren verbreitet oder besessen werden. Bisher war das Höchstalter 14 Jahre.

          Die Entscheidung ist eine Folge des Anti-Missbrauchsgipfels im Vatikan im Februar, zu dem der Papst alle Bischöfe der Welt geladen hatte. Der Erzbischof von Malta und einer der engsten Papst-Berater beim Thema Missbrauch, Charles Scicluna, sprach von einer „epochalen“ Entscheidung.

          Der massenhafte Missbrauch von Kindern hatte die katholische Kirche in eine ihrer schwersten Krisen gestürzt. Schon Franziskus’ Vorgänger Benedikt XVI. kündigte totale Transparenz an, was viele Kritiker aber immer noch nicht für durchgesetzt halten.

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