Militärübung Jawtex : Luftwaffe sieht keinen Zusammenhang mit Ukraine-Krise
Die Luftwaffe ist einem Agenturbericht entgegengetreten, nach dem die am Montag in Deutschland begonnene Großübung „Joint Air Warfare Tactical Exercise“ (Jawtex) mit tausenden Soldaten aus Nato-Staaten einem Szenario wie der Krise in der Ukraine gleiche. „Die Übung ist hochkomplex und wurde über drei Jahre vorbereitet“, sagte ein Presseoffizier der Luftwaffe gegenüber FAZ.NET. „Zu einem Zeitpunkt also, als es die Krise in der Ukraine noch nicht gab.“
Zuvor hatte ein Bundeswehrangehöriger gegenüber der Nachrichtenagentur dpa gesagt, das Szenario gleiche ein wenig der Krise in der Ukraine, wenn auch zufällig.
In ihrer Dimension übersteigt Jawtex alles, was in den vergangenen Jahren an Militärübungen in Deutschland abgehalten wurde. 4200 Übungsteilnehmer, davon 800 aus elf Partnernationen (mit Ausnahme Finnlands alles Nato-Staaten) bestreiten das Manöver faktisch im gesamten Norden und Nordosten der Bundesrepublik. Die Luftwaffe stellt mit 1300 Soldaten den größten Anteil. Im Gegensatz zu den meisten laufenden Auslandsmissionen steht das Aufgabenspektrum der Luftwaffe im Mittelpunkt, angefangen von Evakuierungsoperationen und Lufttransport bis hin zu Luftverteidigung und Luftangriffen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Übung liegt auf dem Zusammenwirken zwischen den Teilstreitkräften. Neben Einheiten der Luftwaffe nehmen auch Teile des Heers und der Marine an Jawtex teil. Auf dem Truppenübungsplatz Klietz wird eine große Luftlandeoperation mit 900 Soldaten verschiedener Staaten abgehalten. Auf See sind zwei Fregatten und ein Tanker der Marine daran beteiligt. Der Stellenwert der Übung wird laut Luftwaffenangaben durch die beteiligten Waffensysteme dokumentiert. Eingesetzt werden Kampfflugzeuge modernster Bauart, Kampfhubschrauber und Flugabwehrraketensysteme.
