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Auslandsaufklärung : Washingtoner BND-Vertreter wird Vizepräsident des Geheimdienstes

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Soll BND modernisieren: Brigadegeneral Michael Baumann Bild: dpa

Brigadegeneral Michael Baumann soll einem Bericht zufolge in Berlin zuständig sein für die Modernisierung des BND. Eine offizielle Bestätigung der Personalie gibt es allerdings nicht.

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          Der bisherige Vertreter des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Washington, Michael Baumann, wird neuer Vizepräsident des deutschen Auslandsgeheimdienstes. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin hat das Bundeskabinett kürzlich über die Personalie entschieden. Baumann wird im neuen Jahr Nachfolger des Ende November zur Bundesbank gewechselten BND-Vizes Guido Müller. Er soll für den Bereich Zentrale Aufgaben und die weitere Modernisierung des Dienstes zuständig sein. Der BND wollte sich auf Anfrage zu der Personalie nicht äußern.

          Der Heeres-Brigadegeneral Baumann ist seit 2013 offizieller BND-Vertreter in Washington. Zuvor leitete er die Abteilung, die für den islamischen Krisenbogen im Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika zuständig ist. Unter anderem war er schon in Israel tätig. Wegen seiner Arbeit auf zentralen internationalen Positionen genieße Baumann intern und im BND-Umfeld hohe Anerkennung, hieß es. Künftig soll er als Geheimschutzbeauftragter auch für die Sicherheit des Dienstes sowie für Haushaltsfragen und Personal zuständig sein.

          Baumann war 1998 Pressesprecher des auf äußerste Geheimhaltung bedachten Bundesnachrichtendienstes geworden, er sorgte für die ersten Pressemitteilung des BND überhaupt. In dieser Funktion legte er damals seinen Dienstnamen „Peter Juchatz“ ab, seither arbeitet er unter seinem richtigen Namen. BND-Präsident Bruno Kahl hat neben Baumann zwei weitere Vizepräsidenten: Den aus dem Auswärtigen Amt stammenden ersten Stellvertreter Ole Diehl und den für militärische Angelegenheiten zuständigen Werner Sczesny.

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