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Angriff auf Kremlkritikerin : Täter soll psychisch gestört sein

  • Aktualisiert am

Dieses auf einer Facebook-Seite veröffentlichte Bild soll den Angreifer auf Tatjana Felgengauer nach seiner Überwältigung durch die Polizei zeigen. Bild: HANDOUT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der Kremlkritikerin Tatjana Felgengauer soll es nach einem Angriff mit einem Messer besser gehen. Der Angreifer gab an, die Journalistin habe ihn über eine „telepathische Verbindung sexuell verfolgt“.

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          Der Zustand der bei einer Messerattacke in Moskau schwer verletzten Journalistin eines kremlkritischen Radiosenders hat sich offenbar leicht verbessert. Die zunächst in ein künstliches Koma versetzte Tatjana Felgengauer sei inzwischen in den Aufwachraum gebracht worden, sagte eine Vertreterin der Moskauer Notfallklinik am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Felgengauers Sender Moskauer Echo erklärte unter Berufung auf die Ärzte, die Stimmbänder der 32 Jahre alten Journalistin seien nicht verletzt worden, die Prognose sei „positiv“.

          Ein laut Moskauer Polizei psychisch gestörter Angreifer hatte Felgengauer am Montag am Sitz des Radiosenders in den Nacken gestochen. In einem von der Polizei veröffentlichten Video machte der Mann unzusammenhängende Äußerungen und sprach von einer „telepathischen Verbindung“ mit seinem Opfer. Felgengauer habe ihn über diese Verbindung „jede Nacht sexuell verfolgt“.

          Der Sender Moskauer Echo war der erste unabhängige Radiosender der Sowjetunion und wurde 1990 in Zeiten der Perestroika gegründet. Er ist bekannt für seine regierungskritische Ausrichtung, auch wenn der Mehrheitsaktionär des Senders seit 2001 der staatliche Energieriese Gazprom ist. Moderatorin Felgengauer nimmt regelmäßig an Kundgebungen der Opposition teil und hat auf Facebook tausende Follower.

          In Russland werden immer wieder Journalisten bedroht, angegriffen, verletzt oder gar getötet. Einer Journalistenorganisation zufolge wurden in Russland seit 1992 58 Journalisten getötet.

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