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Halbes Jahr nach Freilassung : Tolu: Lage in der Türkei weiter besorgniserregend

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Mesale Tolu liest am Mittwochabend in Ulm aus ihrem Buch über ihre Haft in der Türkei. Bild: dpa

Fast ein halbes Jahr saß die deutsche Journalistin Mesale Tolu in der Türkei im Gefängnis. Nun hat sie ein Buch über die Zeit dort veröffentlicht – und über die aktuelle Lage in dem Land gesprochen.

          Die politische Lage in der Türkei ist nach Einschätzung der in Istanbul wegen Terrorpropaganda angeklagten deutschen Journalistin Mesale Tolu besorgniserregend. „Oppositionelle, die sich gegen das undemokratische Regime wehren – unter ihnen Journalisten, Akademiker, und Ärzte – sind weiter Repressionen ausgesetzt“, sagte Tolu am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur in Ulm.

          Auch angesichts der damit verbundenen Risiken habe sie noch nicht entschieden, ob sie zur Fortsetzung ihres Prozesses am 23. Mai in die Türkei reisen werde, sagte Tolu am Rande der ersten Lesung ihres am Vortag veröffentlichten Buches über ihre Festnahme und Haftzeit in Istanbul. „Seit ich wieder in Deutschland bin, rede und schreibe ich frei über die Lage in der Türkei. Und jeder kritische Artikel könnte dort natürlich als Präsidentenbeleidigung ausgelegt werden.“

          Die Journalistin kurdisch-türkischer Herkunft war Ende April 2017 in Istanbul verhaftet worden. Mehr als fünf Monate war sie zusammen mit ihrem damals zweijährigen Sohn Serkan in einem Istanbuler Frauengefängnis eingesperrt.

          Mit ihrem Buch „Mein Sohn bleibt bei mir!“ (Untertitel: „Als politische Geisel in türkischer Haft – und warum es noch nicht zu Ende ist“) wolle sie Menschen Hoffnung geben, die wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Pressefreiheit verfolgt werden, erklärte Tolu.

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