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Merkels Nachfolge : Die stille Kandidatin

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin, bedankt sich mit Kusshand auf dem 68. Landesparteitag der CDU Saar für den Applaus nach ihrer Abschiedsrede als Landesvorsitzende. Bild: dpa

Friedrich Merz spricht in Berlin, Jens Spahn schreibt in der F.A.Z. – Annegret Kramp-Karrenbauer aber belässt es bei einem dünnen Hinweis. Das könnte Taktik sein.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Sie schweigt bislang. Annegret Kramp-Karrenbauer verfolgte am Mittwoch aufmerksam, was ihre Rivalen im Rennen um den CDU-Parteivorsitz zu sagen hatten. Da war zunächst Friedrich Merz, die Hoffnung der Konservativen ihrer Partei, mit seinem Auftritt auf der Bundespressekonferenz in Berlin. Kurz darauf Jens Spahn, der Merz' Sohn sein könnte, sich aber in den letzten Jahren stärker als konservatives Aushängeschild profiliert hat. Er äußerte sich, ebenfalls am Mittwoch, in einem Gastbeitrag in dieser Zeitung.

          Die 56 Jahre alte Generalsekretärin aber, die von vielen lange als künftige starke Frau in der CDU gesehen wurde – sie schwieg bis heute. Am Donnerstagmittag dann machte Kramp-Karrenbauer zumindest eine Ankündigung. Sie werde sich nächste Woche zu ihrer Kandidatur für den Parteivorsitz äußern. Wann genau, ließ sie offen. „Termin folgt“, hieß es lapidar. Warum sie ihren beiden konservativen Widersachern diesen Zeitvorsprung gibt, sagte sie nicht. Muss sie sich ihre Strategie erst noch zurecht legen? Setzt sie darauf, mit demonstrativer Gelassenheit punkten zu können? Oder ist sie sich ihrer Sache schlicht so sicher, dass sie es nicht für nötig befindet, sich früher zu äußern?

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