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CDU-Parteitag : Der Schmerz der Merz-Anhänger

Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrem Besuch im Altonaer Kinderkrankenhaus, wenige Tage vor ihrer Wahl zur CDU-Parteivorsitzenden Bild: dpa

Annegret Kramp-Karrenbauer wird an einem Wahlversprechen gemessen werden, das ihr größter Konkurrent abgegeben hatte.

          Wer kann den Weltschmerz der Merz-Anhänger in der CDU nach der knappen Niederlage ihres Idols lindern? SPD und Grüne versuchen es wenigstens. Immerhin deren Vorsitzende äußern Zweifel daran, dass nach dem Stabwechsel von Merkel zu Kramp-Karrenbauer alles beim Alten bleibt. Nahles und Habeck rechnen vielmehr mit neuen Konflikten in der Koalition, weil die neue CDU-Vorsitzende dem unterlegenen Lager in ihrer Partei entgegenkommen und auf einer Reihe von Feldern „konservativere“ Positionen einnehmen müsse.

          Das ist nicht allzu hoch gewettet. Mit der Ernennung Ziemiaks zum Generalsekretär hat Kramp-Karrenbauer noch nicht die Herzen jener erobert, die mit dem Schlachtruf „Merz oder Tod!“ in den Parteitag gezogen waren. Die werden Kramp-Karrenbauer an einem gewagten Wahlversprechen messen, das Merz abgegeben hatte: die Ergebnisse der AfD zu halbieren. Deren Führung gab sich zuversichtlich, dass die Wahl Kramp-Karrenbauers der AfD eher nutze. Die Wahlen im kommenden Jahr werden zeigen, wer der bessere Prophet war.

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