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CDU-Parteivorsitz : Die Schützengräben von Merkel und Merz

  • -Aktualisiert am

Freude in der CDU: Friedrich Merz und Angela Merkel Hand in Hand auf dem Bundesparteitag ihrer Partei 2001 in Dresden. Bild: Marco Urban

Vor 16 Jahren trugen Angela Merkel und Friedrich Merz eine Fehde um den Partei- und Fraktionsvorsitz aus. Ihr Verhältnis gilt seither als zerrüttet. Könnte eine Zusammenarbeit dennoch gelingen? Ein Rück- und ein Ausblick auf eine schwierige Beziehung.

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          Friedrich Merz hat Angela Merkel nicht zum Kampf herausgefordert. Er hat gewartet, bis sie selbst ging, dann aber nicht mehr lange. Als am Montag nach der Landtagswahl in Hessen morgens aus der Präsidiumssitzung der CDU die Information heraussickerte, Merkel wolle im Dezember auf dem Hamburger Parteitag nicht wieder für den Vorsitz kandidieren, dauerte es nicht einmal bis zum Mittag, bis das nächste Gerücht die Runde machte: Merz sei bereit zur Kandidatur.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Seither gehört es zu den regelmäßigen Fragen an Merz in Interviews oder auf einer der Regionalkonferenzen, wie er im Falle seiner Wahl mit der Bundeskanzlerin Merkel zurechtkäme. Manchmal wartet er gar nicht, bis eine solche Frage kommt, sondern versichert von sich aus, er werde tadellos mit Merkel zusammenarbeiten, schon weil er ihre Leistung achte ebenso wie das Amt des Bundeskanzlers.

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