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CDU-Vorsitz : Zwölf Kandidaten wollen Merkel beerben

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Kanzlerin Angela Merkel auf der Vorstandsklausur der Partei in Berlin Bild: EPA

Die Liste der Bewerber um die Nachfolge Merkels an der CDU-Spitze wird länger: Zwölf Kandidaten wollen sich um den Posten des Parteivorsitzenden bewerben. Der Basis soll bei der Suche eine zentrale Rolle zukommen.

          Die CDU will bei der Suche eines Nachfolgers von Angela Merkel als Parteivorsitzender die Parteibasis umfassend miteinbeziehen. Geplant seien neun bis zehn Regionalkonferenzen, um die Kandidaten einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorzustellen, hieß es am Sonntag bei einer zweitägigen Vorstandsklausur in Berlin. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner schrieb dazu beim Kurznachrichtendienst Twitter: „Regionalkonferenzen bedeutet, Partei kommt zu ihren Mitgliedern vor Ort. Raus aus Berlin, Vorstellung der Kandidaten in den Regionen Deutschlands.“ Das sei ein motivierendes und mobilisierendes Element für die CDU. Außerdem wollen die unterschiedlichen Partei-Vereinigungen die aussichtsreichsten Kandidaten, also Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz, noch vor dem Parteitag Anfang Dezember in Hamburg zu einer gesonderten Vorstellungsrunde einladen. Das vereinbarten die Vorsitzenden der Vereinigungen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Unterdessen erfuhr die F.A.Z. aus Teilnehmerkreisen, dass es inzwischen zwölf Kandidaten für den Parteivorsitz gibt. Bislang hatten sich neben den drei bekannten CDU-Politikern bereits drei weitere Kandidaten gemeldet. Nun sind offenbar weitere sechs hinzugekommen. In der Sitzung waren am Sonntag nur Kramp-Karrenbauer und Spahn anwesend.

          Bei den Vorstellungsrunden soll in Erfahrung gebracht werden, „wie die Kandidaten die Vereinigungen politisch, strukturell und organisatorisch einbinden und stärken wollen, um die Zukunft der Volkspartei CDU zu sichern“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl machte den Vorschlag, auch Bürger, die nicht Parteimitglied sind, einzubeziehen. Die Partei sei regelrecht „wachgeküsst“.

          Der Europaabgeordnete Elmar Brok zeigte sich vor Beginn der Vorstandssitzung erfreut, dass die Bewerber um die Merkel-Nachfolge allesamt proeuropäisch eingestellt seien. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mahnte, über die Wahl eines Nachfolgers für die Parteivorsitzende Merkel dürfe nicht vergessen werden, dass das Land weiter regiert werden müsse.

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