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Unterwegs im Süden : Steil bergab

Der Italiener ist noch wie der Italiener. Aber der Franzose wird schon immer deutscher. Was soll da aus den Deutschen werden?

          1 Min.

          Leben und leben lassen: So fährt man in Italien Auto. Sagt der Onkel, der seit 40 Jahren in Rom lebt. Er hat recht, und auch dafür lieben wir den Süden. Man passt sich an, schreibt nicht gleich die Nummer auf, wenn mal einer hupt, und bewundert die Omas in ihren Cinquecentos, die sich im Überholrausch steilste Abhänge hinunterstürzen.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Auf der autostrada dei fiori in Ligurien ist Tempo 110 erlaubt. Wir, äh viele fahren 130, schließlich gibt es keinen Standstreifen, pausenlos  unbeleuchtete Tunnel und zur Küste hin geht es steil bergab.

          Da röhrt ein Lamborghini mit etwa 220 Sachen vorbei und verschwindet im nächsten Loch. Herrlich. Doch was ist das? Kaum passieren wir die Grenze nach Frankreich halten sich alle, wirklich alle an die 110.

          Das haben wir ganz anders in Erinnerung. Doch Fachleute bestätigen: Die Franzosen sind deutscher geworden in den letzten Jahren, scharfe Kontrollen, strenge Strafen.

          Aber das kann’s doch nicht sein. Wenn der Südländer deutsch wird, was macht dann der Deutsche (Mann)? Bei 16 Grad draußen geschäumten Kaffee trinken ist doch kein Ersatz für die mediterranen Verheißungen.

          Den Lambo überholten wir übrigens nach ein paar Minuten wieder - er hatte im Stau vor der Mautstation die falsche Spur gewählt.


           

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