https://www.faz.net/-gpf-9xwyo

Fremdenfeindlichkeit : Mehr als 1700 Straftaten gegen Migranten

  • Aktualisiert am

Eine Asylbewerberunterkunft in Jüterbog im Oktober 2016 (Symbolbild) Bild: dpa

229 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Attacken auf Migranten verletzt worden. Die Zahl der registrierten Fälle ging abermals leicht zurück.

          1 Min.

          Die Behörden haben im vergangenen Jahr einem Medienbericht zufolge mehr als 1700 Straftaten gegen Migranten und Asylbewerberunterkünfte registriert. Es seien 1620 Übergriffe auf Migranten verzeichnet worden, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. 229 Menschen seien bei den Attacken verletzt worden. 128 weitere Übergriffe richteten sich demnach gegen Unterkünfte – 118 davon seien laut Bundesregierung auf das Konto von Rechtsextremisten gegangen.

          Damit ging die Zahl der registrierten Fälle gegenüber dem Vorjahr abermals etwas zurück. 2018 hatten die Behörden 1775 Übergriffe gegen Migranten außerhalb von Unterkünften verzeichnet, hinzu kamen 173 Straftaten, die auf Unterkünfte abzielten. Diese Statistik enthält Beleidigungen und Sachbeschädigungen ebenso wie Gewalttaten.

          Bei 260 Angriffen auf Asylbewerber hätten die Täter laut Bundesinnenministerium Sprengsätze benutzt, Brände gelegt oder andere Waffen verwendet, die zu teils gefährlichen Körperverletzungen geführt hätten, hieß es in dem Bericht. „Die tödliche Gefahr durch Rechtsextremismus und Rassismus hat sich vor erst einem Monat in Hanau erneut gezeigt“, sagte die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke den Funke-Zeitungen. „Sie gehört leider zum Alltag zahlreicher Menschen in diesem Land.“ In Hanau hatte ein Deutscher im Februar bei einem rassistisch motivierten Anschlag neun Menschen mit ausländischen Wurzeln getötet.

          Weitere Themen

          Lockdown-Verlängerung bis 28. März Video-Seite öffnen

          Mit Lockerungen : Lockdown-Verlängerung bis 28. März

          Bund und Länder steuern auf eine teilweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen und eine schrittweise Öffnung verschiedener Bereiche wie Handel, Kultur und Sport zu.

          Topmeldungen

          Das Impfzentrum in Trier im Februar.

          Ungenutzter Corona-Impfstoff : Macht Gerechtigkeit beim Impfen Deutschland langsam?

          Die Kühlschränke der Impfzentren sind voll, doch die Impfquote bleibt mäßig. Wie stark bremst das Ziel der gerechten Impfstoffverteilung Deutschland gerade aus? Die Situation in den Bundesländern ist sehr unterschiedlich.
          Die Vorläufer der Greensill Bank sitzen seit 1927 in Bremen

          Finanzhaus Greensill in Not : Zitterpartie für deutsche Sparer

          Eine britisch-australische Finanzgruppe hat auch von deutschen Privatanlegern viel Geld erhalten. Nun gerät Greensill Capital in Schieflage – und beantragt Insolvenzschutz. Sparer sollten wissen, was auf sie zukommt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.