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McCain für Waffenlieferungen : „Putins Kompromisse nur Vorspiel für weitere Aggressionen“

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John McCain hält Merkels Antiwaffenkurs für eine „Torheit“ Bild: dpa

Wie etliche andere amerikanische Senatoren plädiert John McCain für die Aufrüstung der Ukraine. Es gehe darum, die Kriegskosten für Putin in die Höhe zu treiben.

          Der einflussreiche amerikanische Senator John McCain hat seine Forderung nach Waffenlieferungen an die Ukraine bekräftigt. „Putin will keine diplomatische Lösung, er will die Ukraine und die anderen Nachbarstaaten Russlands dominieren“, sagte der Republikaner und frühere Präsidentschaftskandidat am Sonntag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Der russische Präsident mache vielleicht „hier und da“ taktische Kompromisse, sagte McCain. „Aber das ist nur das Vorspiel für weitere Aggressionen.“

          Deshalb müsse der Westen der Ukraine „Defensivwaffen“ zur Verfügung stellen. Bei diesen Waffenlieferungen gehe es nicht darum, den Krieg zu gewinnen, sagte McCain. Es gehe darum, die Kosten für Putin in die Höhe zu treiben: „Wie lange kann Putin einen Krieg weiterführen, von dem er gegenüber seinem Volk behauptet, dass er gar nicht stattfindet?“

          Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich gestern auf der Sicherheitskonferenz nochmals in deutlichen Worten gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen. Das hatte McCain dazu veranlasst, Merkel umgehend „Torheit“ vorzuwerfen. Die Haltung der Kanzlerin sei „töricht“, ätzte McCain am Rande der Konferenz gegenüber Journalisten der „New York Times“. Putins Vormarsch könne so nicht gestoppt werden. Diese Haltung teilen anscheinend viele amerikanische Senatoren.

          Mit seiner Rede am Sonntag reagierte McCain auch auf einen Beitrag des russischen Außenministers Sergej Lawrow. Er hatte am Samstag ebenfalls auf der Münchener Sicherheitskonferenz den Vereinigten Staaten vorgeworfen, Europa und die ganze Welt dominieren zu wollen.

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