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Mazedonien : Armee und Rebellen vereinbaren Waffenruhe

  • Aktualisiert am

Mazedonische Regierungstruppen und Einheiten der Albaner-Rebellen haben einen Waffenstillstand ausgerufen.

          1 Min.

          Mazedoniens Armee und die albanische Nationale Befreiungsarmee (UCK) haben dem EU-Koordinator für Außenpolitik Javier Solana zufolge eine Waffenruhe für das Dorf Aracinovo vereinbart. „Es gibt einen Waffenstillstand, der sich hoffentlich auf das ganze Land ausdehnen wird", sagte Solana am Sonntag in der Hauptstadt Skopje nach Gesprächen mit beiden Seiten.

          Mazedoniens Armee hatte die bereits ausgerufene elftägige Waffenruhe am Freitag gebrochen und das von Rebellen gehaltene Dorf angegriffen. Die Gefechte waren international kritisiert worden. Nato-Generalsekretär George Robertson hatte den Bruch der Waffenruhe als „Wahnsinn“ bezeichnet.

          Waffenstillstand ab 14 Uhr

          „Jetzt sollte der politische Dialog fortgesetzt werden", sagte Solana. Nach 13.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit flaute der Gefechtslärm in der Nähe von Aracinovo ab. Aus Diplomatenkreisen verlautete, der Waffenstillstand sei um 14 Uhr in Kraft getreten. Internationale Beobachter würden die Einrichtung einer demilitarisierten Zone überwachen. Mazedoniens Armee hatte bei dem Angriff Kampfhubschraubern und Katjuscha-Raketen eingesetzt. Mazedonischen Behörden zufolge kamen drei Sicherheitskräfte ums Leben.

          Am Montag sollte die Allparteienregierung beim Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg einen Friedensplan vorlegen. Zu dem Treffen wird - statt wie geplant Vertreter aller Parteien - Mazedoniens Außenminister Ilinka Mitreva erwartet. Die EU-Außenminister wollten bei ihrem Treffen voraussichtlich für eine begrenzte Zeit einen Sondergesandten für Mazedonien benennen, hieß es aus Diplomatenkreisen. Für diesen Posten sei der Name des ehemaligen französischen Verteidigungsministers Francois Leotard erwähnt worden.

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