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Mays Nachfolge : Auftaktsieg für Johnson

Sieger der ersten Runde um Theresa Mays Nachfolge: Boris Johnson. Bild: EPA

Wie erwartet hat Boris Johnson die erste Runde im Kampf um Mays Nachfolge für sich entschieden. Doch das Rennen ist noch nicht gelaufen.

          Es ist gekommen wie erwartet: Aus der ersten Runde des Verfahrens, in dem der nächste Vorsitzende der Konservativen und damit auch der neue Premierminister ermitteln wird, ist Boris Johnson als klarer Gewinner hervorgegangen. Er, Liebling der Parteibasis, ist Favorit für den Sieg.

          Immerhin sind nicht nur Kandidaten noch im Rennen, die den Brexit für das große Glück des Landes halten, sondern auch solche, die in einem Austritt ohne Abkommen den Selbstmord der Konservativen sehen oder die bekennende EU-Freunde sind.

          Die konservativen Abgeordneten im Unterhaus haben also die Wahl, und wer weiß, welche Allianzen in den kommenden Tagen noch zustande kommen. Aber klar, Johnson ist der Mann, der zu schlagen ist. Er hat nicht nur an seiner Erscheinung gearbeitet – Clown war gestern –, sondern auch seine Rhetorik gemäßigt.

          Zumindest sagt er nicht mehr, ein Austritt ohne Abkommen sei eine einfache, schmerzfreie Sache. Die Basis mag nach „rohem Fleisch“ gieren, aber der Nachfolger Mays wird rasch lernen, wie schwer die ganze Operation ist. Mit nationalistischer Ignoranz ist es nicht getan.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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