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Grundschul-Massaker in Texas : Amerikas böse Mär von den bewaffneten Guten

  • -Aktualisiert am

Eine Frau weint und umarmt ein kleines Mädchen vor dem Leon Civic Center in Uvalde, wo am Dienstag Trauerbegleitung nach dem Attentat angeboten wird. Bild: AFP

Nicht der Schock über das Grundschulmassaker vor zehn Jahren hat Amerika verändert, sondern dieser Spruch der Waffenlobby: „Das Einzige, was einen bewaffneten Bösen stoppen kann, ist ein bewaffneter Guter.“ Die Wirkung ist verheerend.

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          In diesem Jahr wird sich das Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown zum zehnten Mal jähren. Damals, nach dem Tod von zwanzig Sechs- und Siebenjährigen sowie sechs Erwachsenen im Ostküstenstaat Connecticut, fand die amerikanische Nation für eine historische Schrecksekunde in ihrer Erschütterung zusammen.

          Doch die Bluttat und das kurze Innehalten haben Amerika nicht verändert. Noch nicht einmal eine etwas gründlichere Durchleuchtung von Waffenkäufern mochte der Kongress in der Folge beschließen. Das Lagerdenken hat seitdem kein bisschen abgenommen. Und in Texas hat nun der nächste Amokläufer die nächste Grundschule angegriffen. Kurz nach seinem 18. Geburtstag – drei Jahre bevor er Bier hätte trinken dürfen – kaufte er offenbar legal zwei halbautomatische Gewehre und ermordete damit am Dienstag 19 Kinder und zwei Erwachsene.

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