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Frankreichs Pläne für Europa : Macron hat seine EU-Rede mit Merkel abgestimmt

  • Aktualisiert am

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Dienstag an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt Bild: dpa

Frankreichs Präsident ist zuversichtlich: Eine Jamaika-Koalition werde seinen Plänen für die EU nicht im Wege stehen. Auch für den Umgang mit der AfD präsentiert Emmanuel Macron eine Lösung.

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          Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat sich im Hinblick auf eine mögliche Jamaika-Koalition in Berlin zuversichtlich geäußert. „Sowohl bei den Grünen wie bei der FDP liegt eine Unterstützung Europas in der DNA der jeweiligen Partei“, sagte der sozialliberale Spitzenpolitiker der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Er glaube also nicht, dass ein mögliches Regierungsbündnis von Union, FDP und Grünen seinem europäischen Projekt im Wege stehen werde.

          Macron hatte Ende September in der Pariser Sorbonne einen ehrgeizigen Europa-Plan vorgelegt. Dazu gehören ein eigener Haushalt, ein Parlament und ein Finanzminister für die Eurozone. Macron sagte dem Magazin, er habe diese Rede im Detail mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abgestimmt.

          „Sie hat sogar den Text meiner Rede vorab erhalten. Mir ging es darum, Diskussionen in Deutschland zu vermeiden, die die Kanzlerin dazu gezwungen hätten, sich von meiner Rede zu distanzieren“, sagte der Staatschef. Er hatte Merkel erst am vergangenen Dienstag anlässlich der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse getroffen.

          Man müsse den Kampf gegen die rechtspopulistische AfD aufnehmen, forderte Macron. „Die einzige Antwort auf die AfD ist Mut, ist Ehrgeiz.“ Laut einer Mitteilung des französischen TV-Senders TF1 will sich der 39-Jährige am Sonntag einem Fernsehinterview stellen. Seine Umfragewerte waren im Sommer stark zurückgegangen.

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