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Nachfolger für Innenminister : Macron bildet französisches Kabinett um

  • Aktualisiert am

Neuer französischer Innenminister: Christophe Castaner Bild: Reuters

Der enge Vertraute von Frankreichs Präsident Macron, Christophe Castaner, soll das Innenministerium übernehmen. Die Umbildung war nötig geworden, weil der frühere Innenminister Collomb aus dem Kabinett ausgeschieden war.

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          Im Zuge der lange erwarteten Regierungsumbildung hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen seiner engsten Vertrauten in sein Kabinett berufen. Der bisherige Chef der Regierungspartei La République en Marche, Christophe Castaner, soll den Schlüsselposten des Innenministers übernehmen, wie der Elysée-Palast am Dienstag bekannt gab. Auch an die Spitzen der Ministerien für Landwirtschaft, Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt berief Macron neue Ressortchefs.

          Der neue Innenminister Castaner folgt auf Gérard Collomb, der Anfang Oktober zurückgetreten war. Der 52 Jahre alte Castaner zählt zum Kreis der engsten Vertrauten des Präsidenten. Die Leitung der Präsidentenpartei will Castaner mit dem Wechsel ins Kabinett abgeben.

          Seit Collombs Rücktritt suchte Macron nicht nur einen neuen Innenminister, sondern plante eine umfassendere Kabinettsumbildung, die sich allerdings schwierig gestaltete. Der Präsident steht unter politischem Druck, seine Zustimmungswerte in Umfragen sind schwach.

          Der Elysée-Palast teilte am Dienstag des weiteren mit, Macron entlasse auf Vorschlag von Premierminister Edouard Philippe drei Minister und eine Staatssekretärin.

          Neuer Agrarminister wird demnach Didier Guillaume; er ersetzt Stéphande Travert. Das Kulturministerium führt künftig Franck Riester, der damit den Posten von Françoise Nyssen übernimmt. An die Spitze des Ministeriums für sozialen Zusammenhalt rückt Jacqueline Gourault.

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