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Ministerposten für den Klimaschützer? : Jetzt ist auch Al Gore für Obama

  • Aktualisiert am

Wechselseitige Unterstüzung: Barack Obama und Al Gore Bild: ASSOCIATED PRESS

Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat der demokratische Bewerber Barack Obama weitere prominente Unterstützung bekommen. Der frühere Vize-Präsident Al Gore stellte sich demonstrativ hinter ihn. In der Vergangenheit hatte Obama sich nicht abgeneigt gezeigt, Gore in sein Kabinett zu holen.

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          Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat der demokratische Bewerber Barack Obama weitere prominente Unterstützung bekommen. Der frühere Vizepräsident Al Gore stellte sich am Montag demonstrativ hinter Obama und sagte dem schwarzen Senator aus Illinois seine volle Unterstützung im Kampf ums Weiße Haus zu. „Wir brauchen eine neue Führung ... nicht nur einen neuen Staatschef, sondern eine neue Vision für Amerikas Zukunft“, rief Gore Tausenden Anhängern bei einer gemeinsamen Wahlkampfveranstaltung mit Obama in Detroit zu.

          Am republikanischen Bewerber für das Präsidentenamt, John McCain, übte Gore Kritik. McCains Positionen ähnelten zu sehr denen von Amtsinhaber George W. Bush, erklärte der Friedensnobelpreisträger und verwies vor allem auf den Irak-Krieg. „Nach acht Jahren mit den schlimmsten, den größten außenpolitischen Fehlern in der gesamten Geschichte unserer Nation brauchen wir einen Wechsel.“

          Der Klimaschützer würde bei Obama „mit am Tisch sitzen“

          Dass Obama wiederum sehr viel von Gore hält, machte er Anfang April deutlich. Der Präsidentschaftskandidat will im Fall seiner Wahl Gore in sein Kabinett holen. Auf die Frage, ob er den prominenten Klimaschützer und Friedensnobelpreisträger für einen Posten in seiner Regierung in Erwägung ziehen würde, antwortete er: „Würde ich!“ Er stehe bereits jetzt regelmäßig in Kontakt mit Gore. „Der Klimawandel ist Wirklichkeit. Das ein Problem, das wir jetzt angehen müssen“, sagte Obama. Sollte er ins Weiße Haus einziehen, „würde Gore mit am Tisch sitzen und eine zentrale Rolle dabei spielen, wie wir dieses Problem lösen.“

          Gore, der im Jahr 2000 im Präsidentschaftswahlkampf George W. Bush knapp unterlegen war, hatte sich bislang weder hinter Obama noch hinter dessen ausgeschiedene Rivalin Hillary Clinton gestellt. Er hatte in der Vergangenheit mehrmals betont, dass ihm die Rolle am Rande der Tagespolitik sehr behagt. Gore hatte kürzlich eine breit angelegte Werbekampagne begonnen, um die Amerikaner für den Klimaschutz zu mobilisieren und den Druck auf Politik und Industrie zu erhöhen.

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