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Amerikas Demokraten : John Edwards unterstützt Obama

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Edwards war selbst im Januar aus dem Rennen ausgestiegen Bild: REUTERS

Trotz ihrem deutlichen Vorwahlsieg in West Virginia kann Hillary Clinton den Rückstand auf Barack Obama nicht verkürzen. Der hat nun noch einen prominenten Fürsprecher an seiner Seite: den früheren Senator von North Carolina John Edwards.

          Nach monatelangem Zögern hat der unterlegene demokratische Präsidentschaftsbewerber John Edwards die Kandidatur des schwarzen Senators Barack Obama unterstützt. „Es gibt einen Mann, der in seinem Herzen weiß, dass es an der Zeit ist, ein geeintes Amerika zu schaffen - und dieser Mann ist Barack Obama“, sagte Edwards bei einer gemeinsamen Wahlkampfveranstaltung mit dem Senator aus Illinois im Bundesstaat Michigan. Obama dankte Edwards für die Unterstützung und „für alles, was John bereits getan hat, um ein geeintes Amerika zu schaffen“.

          Edwards sagte weiter: „Die Wähler der Demokraten haben sich entschieden, ich habe mich entschieden.“ Obama sei ein Kandidat, der die Mauern in der amerikanischen Gesellschaft sowie zwischen den Menschen und der politischen Führung in Washington einreißen könne.

          Hillary kann den Rückstand nicht verkürzen

          Edwards, ein früherer Senator aus North Carolina, war Ende Januar aus dem Vorwahlkampf ausgestiegen und hatte seitdem offengelassen, ob er Obama oder dessen Rivalin Hillary Clinton unterstützen werde. In seiner Rede in Michigan fand Edwards auch anerkennende Wort für Clinton. „Die Frau ist aus Stahl“, sagte er. Sie habe im Vorwahlkampf „Stärke und Charakter“ bewiesen. „Es ist schwer, dort hinauszugehen, zu kämpfen und zu sprechen, wenn sich die Dinge gegen einen wenden.“

          Trotz ihres deutlichen Sieges mit 67 zu 26 Prozent der abgegebenen Stimmen über Obama bei der Vorwahl in West Virginia vom Dienstag konnte Hillary Clinton ihren Rückstand bei den Delegiertenstimmen kaum verkürzen. Nach Auszählung fast aller Stimmen erhielt sie 20 der 28 in dem Bundesstaat der West-Appalachen zu vergebenden Delegiertenstimmen, Obama bekam acht. In der vergangenen Woche hatten jedoch weitere 30 der insgesamt 797 Superdelegierten ihre Unterstützung für Obama erklärt. Superdelegierte sind Amtsträger und Parteifunktionäre, die in ihrer Stimmabgabe beim Nominierungsparteitag nicht an das Votum der Wähler gebunden sind.

          Nach einer Zählung des Senders CNN verfügte Obama am Mittwoch über 1600 gebundene Delegiertenstimmen, seine Rivalin über 1445. Obama hat zudem 284 Superdelegierte auf seiner Seite, Clinton nur 273. Für eine Nominierung ist nach derzeitigem Stand eine Mehrheit von 2025 Delegiertenstimmen nötig.

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