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Der erste Test : Obama und Huckabee siegen in Iowa

  • Aktualisiert am

Deutlicher Sieg für Barack Obama Bild: AFP

Barack Obama hat einen ersten Sieg im Kampf um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten errungen. Bei den Vorwahlen in Iowa verwies er John Edwards auf den zweiten Platz, Hillary Clinton wurde Dritte. Bei den Republikanern setzte sich Mike Huckabee klar gegen Mitt Romney durch. Zwei Kandidaten haben schon das Handtuch geworfen.

          Bei den Vorwahlen im amerikanischen Bundesstaat Iowa haben sich die Wähler mit unerwarteter Deutlichkeit für Vertreter eines politischen Neuanfangs entschieden. Sie wählten zudem die jüngsten Kandidaten beider Parteien. Bei den Demokraten gewann der 45 Jahre alte demokratische Senator aus Illinois, Barack Obama. Bei den Republikanern siegte der 52 Jahre alte frühere Gouverneur von Arkansas und einstige Baptistenprediger Mike Huckabee. Als größte Überraschung gilt der enttäuschende dritte Rang der New Yorker Senatorin und früheren „First Lady“ Hillary Clinton. Sie lag sogar knapp hinter dem ehemaligen Senator von North Carolina John Edwards.

          Laut offiziellem Endergebnis kam Obama auf 37,58 Prozent der Stimmen, Edwards auf 29,75 Prozent und Clinton auf 29,47 Prozent. Bei den Republikanern setzte sich Huckabee mit etwa 34 zu 25 Prozent gegen seinen Mitbewerber Mitt Romney durch. Das offizielle Endergebnis für die Republikaner steht noch aus. Obama und Huckabee werteten ihre Siege als klares Votum der Wähler für einen politischen Wandel nach acht Jahren Präsidentschaft von George W. Bush.

          Obama: Der Wechsel kommt

          In Des Moines sagte Obama zu Tausenden Anhängern: „Von hier geht die Botschaft aus, dass der Wechsel in unser Land kommt.“ Seine eigene Biografie zeige das Potential für einen Wandel der Vereinigten Staaten: „Der Vater Kenianer, die Mutter aus Kansas: Eine solche Geschichte ist nur in Amerika möglich.“

          Deutlicher Sieg für Barack Obama Bilderstrecke

          „Sie haben gesagt, dass dieser Tag niemals kommen würde“, sagte Obama. „Sie haben gesagt, dass dieses Land zu zerstritten ist, zu desillusioniert, um jemals zu einem gemeinsamen Ziel zusammenzufinden.“ Aber die Wähler in Iowa hätten es den Zynikern gezeigt.

          Rückschlag für Hillary Clinton

          Frau Clinton gab sich trotz ihrer Wahlniederlage kämpferisch und kündigte eine harte Auseinandersetzung in den kommenden Vorwahlen an: „Ich bin bereit für diesen Wettstreit“, sagte sie in Des Moines. „Ich bin bereit zu führen.“ Die frühere First Lady Clinton gratulierte Obama und Edwards und sprach von einer „großartigen Nacht für die Demokraten“. Die hohe Wahlbeteiligung deute auf einen Sieg des demokratischen Kandidaten bei der Präsidentenwahl hin.

          Für Frau Clintons Ambitionen auf eine Rückkehr ins Weiße Haus bedeutet das klare Wahlergebnis einen Rückschlag. Allerdings lag sie in landesweiten Umfragen noch immer vorn. Vor allem ihr Zweikampf mit Obama um die demokratische Spitzenkandidatur für die Präsidentenwahl am 4. November hatte den Wahlkampf in Iowa monatelang bestimmt. Beide investierten hohe Summen in den Wahlkampf in Iowa. Clinton hatte ihre langjährige politische Erfahrung herausgestrichen, Obama präsentierte sich dagegen als Garanten für einen politischen Neuanfang.

          Huckabee: Ein neuer Tag für Amerika

          Der Republikaner Huckabee rief nach Bekanntgabe seines Sieges seinen Unterstützern zu: „Das, was wir heute gesehen haben, ist ein neuer Tag für die amerikanische Politik.“ Sein Sieg zeige den Wunsch nach Veränderung. „Es startet hier in Iowa, aber es endet hier nicht, sondern nimmt seinen Weg durch alle anderen Bundesstaaten und endet in 1600 Pennsylvania Avenue“ - das ist die Adresse des Weißen Hauses. Der frühere Baptistenprediger Huckabee hatte sich im Wahlkampf als Außenseiter präsentiert, der das Washingtoner Establishment herausfordert.

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