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Amerikas Demokraten : Auch in Michigan keine neue Vorwahl

  • Aktualisiert am

Aus diesem Wunsch wird wohl nichts Bild: AFP

Wie in Florida sind auch in Michigan Pläne der Demokraten gescheitert, eine neue Vorwahl abzuhalten. Man werde dieses Vorhaben nicht weiterverfolgen, teilte die Demokratische Partei des Bundesstaates mit.

          In Michigan sind Pläne der Demokraten gescheitert, am 3. Juni abermals eine Vorwahl abzuhalten. Das Vorhaben werde nicht weiterverfolgt, da keine Chance bestehe, die erforderliche Mehrheit im Parlament zu erhalten, teilte die Demokratische Partei des Bundesstaates mit.

          Gegen eine Wahlwiederholung hatten sich Demokraten gewandt, die Barack Obamas Präsidentschaftskandidatur unterstützen. Der Senator aus Illinois sagte, dass neue Vorwahlen „äußerst kompliziert“ seien. Hillary Clinton, die das Vorhaben vehement unterstützt hatte, äußerte dagegen Unverständnis über den Widerstand ihres Rivalen. „Dadurch sinken unsere Chancen (bei der Präsidentenwahl) im November“, sagte die New Yorker Senatorin.

          Richardson unterstützt Obama

          Michigan hatte, ebenso wie Florida, seine Vorwahlen eigenmächtig vorverlegt, woraufhin die nationale Parteiführung entschied, dass die Delegierten aus beiden Bundesstaaten nicht beim Nominierungsparteitag Ende August mitstimmen dürften. Im zähen Kampf um Delegiertenstimmen, in dem Frau Clinton hinter Obama zurückliegt, dringt die Senatorin jedoch immer stärker auf eine Berücksichtigung der Delegierten aus beiden Bundesstaaten. Sonst würde die Legitimität des demokratischen Kandidaten in Frage gestellt, mahnte sie nach Bekanntgabe der gescheiterten Pläne für eine Wahlwiederholung in Michigan. (Siehe auch: Obama, Clinton und das Wahlrecht: Aber bitte mit Caucus)

          Ebenso wie dort waren zuvor schon in Florida Pläne aufgegeben worden, neue Vorwahlen zu terminieren. In beiden Bundesstaaten ist unklar, wie nun weiter verfahren werden soll, zumal die nationale Parteiführung der Demokraten in dem Konflikt bislang weitgehend untätig geblieben ist.

          Unterdessen hat der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, Obama Unterstützung für seine Kandidatur zugesichert. Richardson, der bis Januar selbst das Präsidentenamt angestrebt hatte und unter Präsident Bill Clinton Energieminister und UN-Botschafter war, sagte, Obama würde den Wandel bringen, den Amerika so dringend brauche, um die Differenzen im Lande und mit den Alliierten zu überwinden. Richardson, der einzige hispanische Gouverneur, zitierte Obamas Rede über das Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß als Beleg dafür, dass er der Richtige sei, um die Menschen zueinanderzubringen.

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