https://www.faz.net/-gpf-whpo

Amerikanische Vorwahlen : Dreifacher Triumph für Obama

  • Aktualisiert am

Obama hat gut Lachen: Er hat in drei Staaten gewonnen Bild: dpa

Im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur hat sich Barack Obama bei einer neuen Vorwahl-Runde in gleich drei Bundesstaaten gegen Rivalin Hillary Clinton durchgesetzt. Obama siegte in Nebraska, Washington und Louisiana. Bei den Republikanern gewann Mike Huckabee die Vorwahlen in zwei Staaten.

          2 Min.

          Im Wettlauf um die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Demokraten hat Barack Obama die Vorwahlen in drei weiteren Bundesstaaten für sich entschieden. Mit eindeutigen Siegen in Nebraska, Washington und Louisiana machte der Senator aus Illinois Boden gegenüber seiner Rivalin Hillary Clinton gut. Beide liefern sich damit weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Sommer. Bei den Republikanern gewann der Ex-Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, die Vorwahlen in Kansas und Louisiana. Praktisch uneinholbarer Gesamtfavorit für die Nominierung der Partei von Präsident George W. Bush bleibt dennoch Senator John McCain aus Arizona.

          Obama kam in Nebraska und Washington jeweils auf mehr als 60 Prozent der Stimmen. Auch in Louisiana gewann er mehr als die Hälfte. Dort profitierte er Nachwahlumfragen zufolge vom hohen Anteil schwarzer Wähler, während Clinton die Mehrheit der Weißen hinter sich bringen konnte. Zudem setzte sich Obama auf den Virgin Islands durch, die als amerikanisches Außengebiet drei Delegierte zum Nominierungsparteitag der Demokraten entsenden dürfen. Weil bei den amerikanischen Demokraten auch der Verlierer einer Vorwahl einige Delegiertenstimmen erringen kann, war zunächst nicht klar, wie viele Stimmen Obama und Clinton mit den Vorwahlen vom Samstag bislang auf sich vereinen konnten. Beide liegen insgesamt etwa gleichauf, aber noch deutlich entfernt von den 2025 Stimmen, die für eine Nominierung benötigt werden.

          „Ja, wir können es schaffen“

          „Heute sind die Wähler von der Westküste bis zur Golfküste und dem Herzen Amerikas aufgestanden und haben gesagt: 'Ja, wir können es schaffen'“, sagte Obama bei einer Wahlkampfveranstaltung in Virginia, wo am Dienstag abgestimmt wird. „Wir haben in Louisiana, in Nebraska, in Washington gewonnen, wir haben im Norden und im Süden und in der Mitte gewonnen. Und ich glaube, dass wir auch in Virginia am Dienstag gewinnen können, wenn Sie bereit sind, für den Wechsel einzustehen.“ Zuvor stand bei den Demokraten noch eine Urwahl in Maine an diesem Sonntag an.

          Bei den Republikanern errang Huckabee in Kansas rund 60 Prozent der Stimmen, während er sich in Louisiana nur knapp durchsetzen konnte. In Washington zeichnete sich Teilergebnissen zufolge ein knappes Ergebnis ab. „Dieser Kampf ist noch lange nicht vorbei“, zeigte sich der Baptistenprediger überzeugt. Faktisch läuft dennoch alles auf eine Präsidentschaftskandidatur von McCain hinaus: Dieser ist seit dem „Super-Dienstag“ mit Vorwahlen in mehr als 20 Bundesstaaten in der vergangenen Woche kaum noch einholbarer Favorit mit bereits mehr als 700 der benötigten 1191 Delegiertenstimmen für den Parteitag im Sommer. Allerdings signalisieren die Erfolge Huckabees erhebliches Unbehagen der konservativen Stammwählerschaft der Republikaner über die Aussicht auf einen Kandidaten McCain, der etwa mit seinen Positionen zur Einwanderungs- oder Steuerpolitik aneckt.

          Weitere Themen

          SPD will schnell Gespräche mit Grünen und FDP führen Video-Seite öffnen

          Bundestagswahl : SPD will schnell Gespräche mit Grünen und FDP führen

          Der bisherige SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat die Grünen und die FDP zu Gesprächen über eine Ampel-Koalition noch in dieser Woche eingeladen. Er warnte die „kleinen Parteien“ zugleich davor, wieder „ein Schauspiel“ wie vor vier Jahren aufzuführen.

          Topmeldungen

          F.A.Z.-Serie Schneller Schlau : Die Demographie-Falle beim Klimawandel

          11 Milliarden Menschen könnten bis zum Ende des Jahrhunderts auf dem Planeten leben. Fürs Klima ist das fatal – doch gerade für Industrieländer zeigt die Demographie einen ungeahnten Hoffnungsschimmer.
          Verabschiedung der Fregatte „Bayern“ am 2. August in Wilhelmshaven

          Indopazifik-Reise : Fregatte Bayern ankert in Perth

          Kurz nach der Verkündung eines neuen Sicherheitspakts im Indopazifik zeigt auch Deutschland in der Region Flagge gegenüber China.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.