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Londoner Soldatenmord : Lange Haftstrafen für die Täter

  • Aktualisiert am

Die Familie des Opfers vor dem Londoner Gericht Bild: dpa

Der Mörder des britischen Soldaten Lee Rigby muss lebenslänglich ins Gefängnis, sein Komplize bekam eine hohe Haftstrafe. Der Mord hatte in Großbritannien wegen seiner ungewöhnlichen Brutalität für Aufsehen gesorgt.

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          Neun Monate nach dem grausamen Soldatenmord von London ist der Haupttäter zur Höchststrafe verurteilt worden. Der 29-jährige Michael Adebolajo muss bis zum Ende seines Lebens hinter Gitter. Sein 22-jähriger Komplize Michael Adebowale muss mindestens 45 Jahre ins Gefängnis, wie der Old Bailey Court in der britischen Hauptstadt am Mittwoch verkündete.

          Die zum Islam konvertierten Briten nigerianischer Abstammung hatten ihr Opfer, Lee Rigby, am 22. Mai 2013 vor der Kaserne im südöstlichen Londoner Stadtteil Woolwich angefahren. Dann hackten sie mit Messern und einem Fleischerbeil auf den jungen Mann ein. Die Täter filmten das Verbrechen mit ihren Handykameras vor den Augen zahlreicher entsetzter Passanten.

          Nicht resozialisierbar

          Im Dezember waren sie schuldig gesprochen worden. Sie hatten sich im Prozess als „Soldaten Allahs“ bezeichnet und auf nicht schuldig plädiert. Adebolajo bezeichnete seine Tat als Vergeltung für die Tötung von Muslimen durch britische Soldaten. Rigby war 2006 in die Armee eingetreten und hatte später in Afghanistan gedient.

          Die Verkündung der Haftstrafe hatte sich um mehrere Wochen verzögert. Richter Nigel Sweeney wollte zunächst Klarheit über das Urteil eines europäischen Gerichtes, das infrage stellte, ob Haftstrafen bis ans Ende des Lebens verhängt werden dürfen. Am 18. Februar hatte Englands Berufungsgerichtshof dafür grünes Licht gegeben.

          Bei der Urteilsverkündung rief Adebolajo „Allahu akbar“ (Gott ist der Größte). Richter Sweeney sagte, er halte Adebolajo für nicht resozialisierbar, der Mord habe einen „terroristischen“ Hintergrund gehabt.

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