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Lkw-Zwischenfall in Limburg : Warnung vor einer Brandbeschleunigung

Die Unfallstelle in Limburg am Montagabend. Bild: dpa

Nach dem Vorfall in Limburg werfen Kritiker den Behörden vor, den terroristischen Charakter der Tat zu verschweigen. Die Ermittler warnen vor zu frühen Festlegungen.

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          Nachdem ein Syrer am Montag in Limburg mit einem Lkw acht Personen verletzte, äußert sich die ermittelnde Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt weiterhin nur sehr vorsichtig dazu. Auch wenn das Ereignis an islamistische Terrorakte etwa in Berlin oder Nizza erinnert, war am Dienstag in einer Pressemitteilung schlicht von einer „Tat“ die Rede. Diese wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch nicht als Terroranschlag bezeichnen. Es gebe weiterhin keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund, so der Sprecher. Bei den Angaben von Zeugen und aus dem Umfeld des Verdächtigen stünden die Ermittlungen noch „ganz am Anfang“.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Der 32 Jahre alte Syrer soll am Montag in Limburg mit einem Lkw acht Personen verletzt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen ihn wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft; am Dienstagabend wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte am Mittwoch keine Angaben dazu machen, ob der Beschuldigte ausgesagt hat. Die Polizei hatte die Wohnung des Mannes im südhessischen Langen sowie die eines Familienangehörigen im Kreis Limburg-Weilburg durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Gegen andere Personen als die des Beschuldigten wird aber nach Angaben der Staatsanwaltschaft derzeit nicht ermittelt.

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