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Agentenaustausch : Russische Spione in Litauen begnadigt

  • Aktualisiert am

Litauens Präsident Gitanas Nauseda im August in Berlin Bild: AFP

Litauens Präsident hat mit einem Dekret zwei Russen aus der Haft entlassen, die wegen Spionage verurteilt waren. Damit gibt es möglicherweise einen Gefangenenaustausch, von dem auch ein Norweger profitieren könnte.

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          In einem seltenen Schritt hat Litauens Präsident Gitanas Nauseda zwei russische Agenten begnadigt. Nauseda unterzeichnete am Freitag ein Dekret zur Begnadigung der wegen Spionage zu zehn Jahren Haft verurteilten Russen Nikolaj Filiptschenko und Sergej Moisejenko, wie es in einer Erklärung auf seiner offiziellen Website hieß. Der Schritt könnte den Weg für einen Gefangenenaustausch zwischen Russland und dem Baltenstaat ebnen.

          Die Nachrichtenagentur Baltic News Service (BNS) berichtete, möglich sei ein Austausch der russischen Agenten mit den beiden litauischen Staatsbürgern Yevgeny Mataitis und Aristidas Tamosaitis, die wegen Spionagevorwürfen seit 2016 in einem russischen Gefängnis sitzen. Auch der wegen Spionage in Russland verurteilte Norweger Frode Berg könnte Teil des Austausches sein, schrieb BNS unter Berufung auf Regierungskreise.

          Ein Präsidentensprecher wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP keine weitere Angaben machen.

          Filiptschenko war 2017 in Litauen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er soll versucht haben, in Litauen Agenten für den russischen Geheimdienst FSB zu rekrutieren. Filiptschenko ging gegen seine Verurteilung nicht in Berufung.

          Moisejenko wurde im selben Jahr zu einer Haftstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt, weil er einen litauischen Militärkapitän für die russischen Geheimdienste rekrutiert haben soll. Er selbst hatte auf unschuldig plädiert.

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