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Linkspartei und Kommunismus : Radikale Realpolitik

  • -Aktualisiert am

Gesine Lötzsch lehnt sich an die von Rosa Luxemburg (Bild) empfohlene „fortschreitende Machteroberung” an Bild: dpa

Den Besinnungsaufsatz der Linkspartei-Vorsitzenden Lötzsch zum Todestag Rosa Luxemburgs sollten alle Sozialdemokraten gelesen haben, die von Mehrheiten unter Einschluss der Linken träumen. Wandel durch Annäherung könnte diesmal die Selbstabschaffung bedeuten.

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          Mao wollte „tausend Blumen blühen“ lassen – und ließ dann Millionen Chinesen ermorden oder elend zugrunde gehen. Gesine Lötzsch, die Vorsitzende der Linkspartei, will „tausend Wege zum Kommunismus“ ausprobieren und ist zuversichtlich, dass einer davon zum Ziel führen wird. Lange werde es der Kapitalismus ohnehin nicht mehr machen. Ganz persönlich favorisiert sie die von Rosa Luxemburg empfohlene „fortschreitende Machteroberung, indem wir uns hineinpressen in den bürgerlichen Staat, bis wir alle Positionen besitzen und sie mit Zähnen und Klauen verteidigen“.

          Luxemburg nannte das „revolutionäre Realpolitik“. Frau Lötzsch spricht lieber von „radikaler Realpolitik“, um nicht Sozialdemokraten zu erschrecken, die zur Machteroberung noch gebraucht werden. In Berlin und in Brandenburg sieht sie ihre Partei schon auf einem guten Weg mit der SPD. Frau Lötzschs Besinnungsaufsatz zum Todestag Rosa Luxemburgs sollten alle Sozialdemokraten gelesen haben, die von Mehrheiten unter Einschluss der Linken träumen. Wandel durch Annäherung könnte diesmal die Selbstabschaffung bedeuten.

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