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Letzte Umfragen : Kopf-an-Kopf: SPD knapp vor CDU

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Zwei Tage vor der Bundestagswahl sehen Meinungsforscher die SPD leicht vor der Union, aber Schwarz-Gelb vor Rot-Grün.

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          Das von allen Wahlforschern in den letzten Wochen gemessene Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und Union verfestigte sich am Freitag in den letzten Prognosen von Forsa und des Instituts für Demoskopie Allenbach vor der Bundestagswahl. Danach sieht jetzt auch erstmals wieder Allensbach die SPD vor der Union. Allerdings hätten CDU/CSU und FDP danach noch immer einen knappen Vorsprung vor Rot-Grün. Auch nach der Forsa-Umfrage liegt die SPD zwar weiter vor der Union, hat aber etwas verloren.

          Die Sozialdemokraten liegen nach der Allensbach-Prognose, in die die Gesamtentwicklung der letzten Umfragen einfloss, bei 37,5 Prozent, die Union bei 37 Prozent. Die FDP steht danach bei 9,5 Prozent. Die Grünen kommen laut Prognose auf 7,5 Prozent. Die PDS scheitert danach mit 4,5 Prozent an der 5-Prozent- Hürde.

          Drei Szenarien

          Die CDU/CSU verfügt zusammen mit der FDP noch über einen knappen Vorsprung: Beide Parteien erreichen zusammen gut 46 Prozent, SPD und Grüne 45 Prozent. Bei einer solchen Ausgangslage bedeute eine Verschiebung von gut einem halben Prozentpunkt eine Pattsituation, eine Verschiebung von gut einem Punkt einen knappen Vorsprung von Rot-Grün. Allein die statistische Schwankungsbreite der Ergebnisse decke alle drei Szenarien ab, heißt es in dem Bericht. Zuletzt hatte die SPD in einer Allensbach-Umfrage im vergangenen Jahr vor CDU/CSU gelegen.

          Geringere Wahlbeteiligung vorausgesagt

          Die Forsa-Umfrage sieht ebenfalls einen Vorsprung der SPD vor der Union, der aber geringer ausfällt als in der Vorwoche. Anders als bei den Sonntagsfragen der vergangenen Wochen gab das Berliner Institut zwei Tage vor der Bundestagswahl nicht eine einzelne Ziffer, sondern einen Schwankungswert an. Danach liegen die Sozialdemokraten bei 38,5 bis 39,5 Prozent nach 40 Prozent in der Vorwoche. Die Union liegt danach zwischen 37 und 38 Prozent. Ihr wurden von Forsa vor einer Woche 38 Prozent vorausgesagt. Die FDP erreicht zwischen 7 und 8 Prozent nach zuvor 8 Prozent, und die Grünen kommen auf 6,5 bis 7,5 Prozent nach bislang 7 Prozent. Die PDS liegt nach 4 Prozent nun zwischen 4 und 4,5 Prozent. Die statistische Fehlerquote lag laut Forsa bei plus/minus drei Prozentpunkten.

          Die Institute Infratest-dimap, die Forschungsgruppe Wahlen und Emnid sahen in ihren zuletzt veröffentlichten Umfragen allesamt die SPD vor der Union. Bei Infratest-dimap und der Forschungsgruppe Wahlen reichte es demnach knapp für eine rot-grüne Mehrheit, wenn die PDS den Wiedereinzug in den Bundestag verpassen würde.

          Die Wahlbeteiligung wird nach Ansicht von Allensbach voraussichtlich nicht das Niveau von 1998 erreichen. Damals gingen 82,2 Prozent der wahlberechtigten Bürger zur Wahl, diesmal deuten die Wahlabsichten auf eine Beteiligung von um die 80 Prozent hin. Das sei vor allem auf die neuen Bundesländer zurückzuführen.

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