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Kritik an Fridays for Future : Was denn nun?

Fridays for future Demonstration in der Dortmunder Innenstadt im Rahmen des Sommercamps der Fridays for future Bewegung in Dortmund am Freitag. Bild: Daniel Pilar

Sitzblockaden, ziviler Ungehorsam, Streiks – an den mitunter recht naseweisen Schülern von „Fridays for Future“ lässt sich manches aussetzen. Das Gegenteil aber war vielen auch nicht recht.

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          Sitzblockaden, ziviler Ungehorsam, Streiks – gut fünfzig Jahre nach „1968“ und gut dreißig Jahre nach den Aktionen der Friedensbewegung gegen die Nato-Nachrüstung erlebt ein ganzes Arsenal an Verhaltensmustern eine überraschende Renaissance – weil die Denkmuster sich gleichen.

          Im Namen einer höheren Moral wollen Schüler die Legitimation durch Verfahren als den klassischen Modus freiheitlich-demokratischer Politik durch politische Imperative hic et nunc ersetzen. Bezeichnenderweise taucht auch das Wort Notstand wieder auf, wobei sich die Proteste des Jahres 1968 gegen Gesetze richteten, die für einen Krisenfall geschaffen wurden. Heute heißt es, es gebe nicht genügend Gesetze, um die Eskalation einer Krise zu einer Katastrophe noch zu verhindern.

          Doch wer was auch immer an den mitunter recht naseweisen Schülern von „Fridays for Future“ auszusetzen hat: Hieß es nicht vor noch nicht allzu langer Zeit, „die Jugend“ kreise nur um sich selbst, kein Satz sei so verinnerlicht worden wie „Sei Deines eigenen Glückes Schmied“? Das war vielen auch nicht recht. Was denn nun?

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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