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Krise in der Ukraine : Russland zieht Großteil der Truppen ab

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Russische Panzer, aufgenommen am 9. Mai auf dem Roten Platz in Moskau, haben die Grenze zur Ukraine verlassen Bild: AFP

Entspannung an der Ostgrenze zur Ukraine: Moskau hat nach amerikanischen Erkenntnissen zwei Drittel der russischen Truppen abgezogen. Präsident Obama trifft am Mittwoch in Warschau mit dem designierten Ukraine-Staatschef Poroschenko zusammen.

          Russland hat nach Erkenntnissen der amerikanischen Regierung zwei Drittel seiner Soldaten von der ukrainischen Grenze abgezogen. Dies seien erste Schritte, sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Washington am Freitag. „Wir wollen aber einen vollständigen Rückzug sehen.“ Nach Schätzungen der amerikanischen Regierung waren entlang der russisch-ukrainischen Grenze zeitweise an die 40 000 Soldaten aufgestellt.

          Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen begrüßte nach Angaben seines Brüsseler Büros den teilweisen Rückzug der russischen Truppen. „Es gibt aber noch eine erhebliche Anzahl russischer Truppen, die aktiv werden könnten, wenn es dazu eine politische Entscheidung geben sollte“, warnte er demnach bei einer Pressekonferenz in Vilnius.

          Obama und Poroschenko treffen sich in Warschau

          Amerikas Präsident Barack Obama kommt in der kommenden Woche erstmals mit dem designierten ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko zusammen. Das Treffen sei für kommenden Mittwoch in Polen geplant, sagte Obamas stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater Ben Rhodes am Freitag in Washington. Obama werde in der polnischen Hauptstadt Warschau an den Feierlichkeiten anlässlich der ersten demokratischen Wahlen nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft vor 25 Jahren teilnehmen und dabei mehrere Staats- und Regierungschefs aus Zentral- und Osteuropa treffen.

          Mit seiner Visite wolle der Präsident seine Unterstützung für die osteuropäischen Länder nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland unterstreichen, sagte Rhodes.

          Der Präsident plant auch Zwischenstopps in Belgien und Frankreich, wo er an der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie teilnimmt. Russlands Präsident Wladimir Putin ist ebenfalls zu der Zeremonie am 7. Juni eingeladen. Poroschenko soll am Tag zuvor in sein Amt eingeführt werden. Der 48-jährige Milliardär war als klarer Sieger aus der Präsidentschaftswahl am Sonntag in der Ukraine hervorgegangen.

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