Krieg in Nahost : An Israel übergebene Leiche als deutsch-israelische Geisel identifiziert

Ruby Chen mit einem Foto seines Sohnes Itay.Laif
Es soll der 19-jährige deutsch-israelische Soldat Itay Chen sein +++ Bericht: UN will zweijähriges Mandat für Stabilisierungstruppe in Gaza +++ Israel übermittelt Leichen in den Gazastreifen +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Fabian Drahmoune
Eine am Dienstag durch die islamistische Hamas an Israel übergebene Leiche ist dem Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu zufolge als die einer deutsch-israelischen Geisel identifiziert worden. Nach Angaben von Netanjahus Büro vom Mittwoch handelt es sich bei der Geisel um Itay Chen. Nach Abschluss der Identifizierung hätten Armeevertreter die Familie des Soldaten informiert.
Der 19 Jahre alte deutsch-israelische Soldat, der auch amerikanischer Staatsbürger war, wurde den Angaben zufolge beim Massaker der Hamas und anderer islamistischer Extremisten am 7. Oktober 2023 in Israel im Kampf gegen die Terroristen getötet. Seine Leiche sei anschließend in den Gazastreifen gebracht worden. Chens Großeltern haben den Holocaust überlebt, seine Großmutter stammt aus Bad Reichenhall.
Die sterblichen Überreste von Chen waren nach vorherigen Angaben des Büros von Netanjahu über das Rote Kreuz an die israelische Armee und den Inlandsgeheimdienst Schin Bet übergeben worden. Später erklärte die Armee, der Leichnam sei nach Israel gebracht und dort zur Identifizierung in ein Zentrum für forensische Medizin gebracht worden.
Der 19 Jahre alte deutsch-israelische Soldat, der auch amerikanischer Staatsbürger war, wurde den Angaben zufolge beim Massaker der Hamas und anderer islamistischer Extremisten am 7. Oktober 2023 in Israel im Kampf gegen die Terroristen getötet. Seine Leiche sei anschließend in den Gazastreifen gebracht worden. Chens Großeltern haben den Holocaust überlebt, seine Großmutter stammt aus Bad Reichenhall.
Die sterblichen Überreste von Chen waren nach vorherigen Angaben des Büros von Netanjahu über das Rote Kreuz an die israelische Armee und den Inlandsgeheimdienst Schin Bet übergeben worden. Später erklärte die Armee, der Leichnam sei nach Israel gebracht und dort zur Identifizierung in ein Zentrum für forensische Medizin gebracht worden.
Mit der Übergabe seiner Leiche befinden sich jetzt noch sieben tote Geiseln in Gaza, darunter ein Deutsch-Israeli sowie zwei aus Israel entführte Ausländer. Die Hamas hatte am 13. Oktober im Rahmen des von den USA vorangetriebenen Friedensplans alle noch lebenden Geiseln im Austausch gegen Hunderte palästinensische Häftlinge freigelassen.
Anders als im Rahmen des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump vereinbart, übergibt die Terrororganisation die Leichen jedoch nur schleppend. Sie begründet das damit, dass es für sie schwierig sei, die Toten zu finden, weil diese unter den Trümmern bombardierter Gebäude und Tunnel verschüttet seien. Israel bezeichnet dies als Lüge der Hamas.
Anders als im Rahmen des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump vereinbart, übergibt die Terrororganisation die Leichen jedoch nur schleppend. Sie begründet das damit, dass es für sie schwierig sei, die Toten zu finden, weil diese unter den Trümmern bombardierter Gebäude und Tunnel verschüttet seien. Israel bezeichnet dies als Lüge der Hamas.
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Leonie Feuerbach
Israels Armee hat trotz der geltenden Waffenruhe eigenen Angaben zufolge zwei Palästinenser innerhalb eines vom Militär kontrollierten Gebiets im Norden des Gazastreifens angegriffen. In beiden Fällen hätten die Betroffenen sich Soldaten „in einer Weise, die eine Bedrohung für sie darstellte“ genähert, hieß es. „Soldaten schalteten die Terroristen aus, um die Bedrohung zu beseitigen.“
Laut Armee übertraten beide jeweils die sogenannte „gelbe Linie“, hinter die sich das israelische Militär im Zuge der vereinbarten Waffenruhe zurückgezogen hatte. Aus dem Gazastreifen gab es zunächst keine Angaben zu beiden Zwischenfällen.
Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober sind laut der von der islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bei israelischen Angriffen im Gazastreifen mehr als 240 Menschen getötet worden. Die Angaben beider Seiten lassen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.
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Leonie Feuerbach
Israel hat nach Angaben eines Krankenhauses im Gazastreifen die sterblichen Überreste von 15 weiteren Palästinensern übergeben. Zum zehnten Mal seien Leichen von palästinensischen Gefangenen in der Klinik angekommen, erklärte das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis im Süden des Gazastreifens am Mittwoch. Im Rahmen der von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen wurden demnach bislang die Leichen von insgesamt 285 Palästinensern übergeben.
Das Abkommen vom 10. Oktober sieht vor, dass für jede Leiche einer israelischen Geisel, welche die islamistische Palästinenserorganisation Hamas zurückgibt, Israel im Gegenzug 15 tote Palästinenser überführt.
Die Hamas hat zudem, wie in dem Abkommen vereinbart, 20 lebende israelische Geiseln freigelassen, die bei dem Großangriff palästinensischer Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 verschleppt worden waren. Zudem sollte die Hamas laut Abkommen 28 tote Geiseln an Israel übergeben, bisher übergab sie jedoch nur 21 Leichname. Nach Darstellung der Hamas verläuft die Rückgabe der Leichen schleppend, weil diese unter den Trümmern kriegszerstörter Häuser im Gazastreifen nur schwer zu finden und zu bergen seien.
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Hannah Sturm

US-Präsident Donald Trump wird den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa nach Angaben des Weißen Hauses am kommenden Montag zu Gesprächen in Washington empfangen. „Ich kann bestätigen, dass dieses Treffen am Montag hier im Weißen Haus stattfinden wird", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das Treffen sei Teil von Trumps diplomatischen Bemühungen, „mit den verschiedensten Menschen weltweit zu treffen, um Frieden zu schaffen".
Leavitt verwies darauf, dass Trump im Mai während einer Reise in den Nahen Osten die Aufhebung der US-Sanktionen angekündigt hatte, um den Menschen in Syrien „eine echte Chance auf Frieden zu geben". Die Regierung in Syrien habe aus ihrer Sicht in dieser Hinsicht "gute Fortschritte" erzielt.
Es wird al-Scharaas erster Besuch in der US-Hauptstadt sein. Im September hatte der frühere Anführer der islamistischen HTS-Miliz bereits an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York teilgenommen. Der US-Syriengesandte Tom Barrack hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass al-Scharaa bei einem Besuch in Washington voraussichtlich ein Abkommen über Syriens Beitritt zur US-geführten internationalen Koalition zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterzeichnen werde.
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Hannah Sturm

Die Terrororganisation Hamas hat erneut sterbliche Überreste, die von einer Geisel stammen sollen, an Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ausgehändigt. Die israelische Armee teilte unter Berufung auf das IKRK mit, im Gazastreifen sei ein Sarg mit einer Leiche übergeben worden.
Die sterblichen Überreste sollen nun zur Armee gebracht und anschließend in Israel in einem forensischen Institut identifiziert werden. Es war zunächst unklar, um welchen Entführten es sich handeln soll. Die Islamisten hatten bereits mehrmals sterbliche Überreste übergeben, bei denen es sich nicht um noch vermisste Geiseln handelte.
Vor der Übergabe am Abend befanden sich noch acht tote Geiseln im Gazastreifen, darunter ein Deutsch-Israeli sowie zwei aus Israel entführte Ausländer.
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Magdalena Tröndle

Etwas mehr als drei Wochen nach Beginn der vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas hat das UN-Welternährungsprogramm (WFP) nach eigenen Angaben eine Million Menschen im Gazastreifen mit Lebensmittelpaketen versorgt. Durch die Einfuhr von Hilfsgütern und kommerziellen Lastwagen habe sich die Ernährungslage in Gaza leicht verbessert, teilte das WFP am Dienstag mit. Zugleich forderte das Hilfswerk der Vereinten Nationen die Öffnung weiterer Grenzübergänge sowie von Routen innerhalb des Küstenstreifens.
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Theresa Weiß
Die UN wollen laut Medienberichten den USA und anderen Beteiligten für die Verwaltung des Gazastreifens durch eine internationale Stabilisierungstruppe ein Mandat für zwei Jahre einräumen. Die Truppe soll für die Sicherung der Grenzen zu Israel und zu Ägypten zuständig sein, die Sicherheit von Zivilisten garantieren und eine neue palästinensische Polizei ausbilden und aufbauen. Das geht aus einer Kopie des Entwurfs hervor, die am Montag vom Nachrichtenportal „Axios“ veröffentlicht wurde.
Das Mandat der Truppe wird offenbar auch die Entwaffnung der Hamas umfassen. Im Entwurf heißt es, dass die internationale Stabilisierungstruppe „die Sicherheitslage in Gaza stabilisieren wird, indem sie den Prozess der Entmilitarisierung des Gazastreifens sicherstellt, einschließlich der Zerstörung und Verhinderung des Wiederaufbaus von militärischen, terroristischen und offensiven Infrastrukturen sowie der dauerhaften Stilllegung von Waffen nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen“.
Das Mandat der Truppe wird offenbar auch die Entwaffnung der Hamas umfassen. Im Entwurf heißt es, dass die internationale Stabilisierungstruppe „die Sicherheitslage in Gaza stabilisieren wird, indem sie den Prozess der Entmilitarisierung des Gazastreifens sicherstellt, einschließlich der Zerstörung und Verhinderung des Wiederaufbaus von militärischen, terroristischen und offensiven Infrastrukturen sowie der dauerhaften Stilllegung von Waffen nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen“.
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Theresa Weiß
Israel hat die Leichen von 45 Palästinensern in den Gazastreifen übermittelt. Eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) bestätigte, man habe bei der Übergabe an Mitarbeiter der von der Hamas kontrollierten Behörden geholfen. Der Schritt sei am Montag erfolgt, einen Tag nach der Übergabe der sterblichen Überreste von drei israelischen Geiseln.
Auf die Übergabe von Leichen hatten sich Israel und die islamistische Hamas im Rahmen der Waffenruhevereinbarung im Oktober verständigt. Für jede israelische Geisel, deren sterbliche Überreste freigegeben werden, muss Israel laut der Vereinbarung die sterblichen Überreste 15 verstorbener Bewohner Gazas übergeben. Die genauen Todesumstände der Palästinenser sind nicht bekannt. Es wird vermutet, dass Israel ihre Leichen in einem Militärlager aufbewahrte.
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Friederike Böge, Korrespondentin
In Istanbul berieten die Außenminister der Türkei, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Qatars, Jordaniens, Pakistans und Indonesiens über das weitere Vorgehen in Gaza. Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan sollte es um die Bildung einer internationalen Stabilisierungstruppe gehen. Israel lehnt eine Beteiligung der Türkei daran jedoch ab. Vor dem Treffen hatte sich Fidan mit Vertretern des Politbüros der Hamas abgestimmt. Präsident Erdoğan forderte die Einbindung der Organisation für islamische Zusammenarbeit in den Wiederaufbau Gazas.
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Gregor Grosse
Drei von der islamistischen Hamas an Israel übergebene Leichen sind als die sterblichen Überreste von in den Gazastreifen verschleppten Soldaten identifiziert worden. Es handele es sich um Asaf Hamami, Omer Neutra und Oz Daniel, gab die israelische Armee am Morgen auf der Plattform X bekannt. Die drei Soldaten waren beim Massaker der Hamas und anderer Extremisten am 7. Oktober 2023 in Israel im Kampf gegen die Terroristen getötet worden. Ihre Leichen wurden anschließend verschleppt. Mit der Übergabe ihrer Leichen befinden sich jetzt noch acht tote Geiseln in Gaza.
Die Hamas hatte die Überreste der drei Verschleppten am Vorabend Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz übergeben, woraufhin sie zur Identifizierung nach Israel gebracht wurden. Die Islamisten hatten gemäß der Waffenruhevereinbarung am 13. Oktober alle noch lebenden Geiseln im Austausch für Hunderte palästinensische Häftlinge freigelassen.
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Sabrina Frangos

In Istanbul beraten an diesem Montag die Außenminister mehrerer muslimischer Staaten über den Friedensplan der USA für den Gazastreifen. Erwartet werden die Außenminister von Ägypten, Indonesien, Jordanien, Pakistan, Qatar, Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate. Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan soll über Fortschritte und Hindernisse bei der Umsetzung des Friedensplans und über die „nächsten Schritte" beraten werden.
Zwei Jahre nach dem Überfall der radikalislamischen Hamas und ihrer Verbündeten auf Israel und dem Beginn des dadurch ausgelösten Krieges im Gazastreifen war am 10. Oktober eine Waffenruhe in Kraft getreten. Grundlage dafür ist ein von US-Präsident Donald Trump vorangetriebener Nahost-Friedensplan.
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Sabrina Frangos

Israels bisherige oberste Militäranwältin, Jifat Tomer-Jeruschalmi, ist im Zusammenhang mit der Affäre um ein geleaktes Video aus dem berüchtigten Militärlager Sde Teiman Medienberichten zufolge von der Polizei festgenommen worden. Das Video soll die Misshandlung eines palästinensischen Gefangenen zeigen. Tomer-Jeruschalmi werde Behinderung des Ermittlungsverfahrens vorgeworfen, meldeten israelische Medien. Sie hatte am Freitag ein Rücktrittschreiben eingereicht, in dem sie Berichten zufolge die Verantwortung für das Weiterleiten des Videos übernommen haben soll.
Demnach soll sie der Veröffentlichung des Clips zugestimmt haben, weil sie „der falschen Propaganda gegen die Militärjustizbehörde entgegentreten“ wollte. Wie israelische Medien in der Nacht weiter berichteten, sei auch der ehemalige Chefankläger des Militärs von der Polizei in Gewahrsam genommen. Auch er stehe im Verdacht der Strafvereitelung.
Die Polizei hatte Ermittlungen eingeleitet, um zu klären, ob Mitarbeiter der Militärstaatsanwaltschaft an der Veröffentlichung des Videos beteiligt waren. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera sollen die schwere Misshandlung eines Terroristen der islamistischen Hamas durch Soldaten zeigen. Dies ist aber nicht eindeutig sichtbar, weil die Soldaten mit Schutzschilden eine Art Mauer bilden. Medien zufolge musste der Mann im Krankenhaus behandelt werden.
Die Polizei hatte Ermittlungen eingeleitet, um zu klären, ob Mitarbeiter der Militärstaatsanwaltschaft an der Veröffentlichung des Videos beteiligt waren. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera sollen die schwere Misshandlung eines Terroristen der islamistischen Hamas durch Soldaten zeigen. Dies ist aber nicht eindeutig sichtbar, weil die Soldaten mit Schutzschilden eine Art Mauer bilden. Medien zufolge musste der Mann im Krankenhaus behandelt werden.
Fünf Reservisten sind deshalb angeklagt worden. Vorwürfe, der Gefangene sei auch sexuell missbraucht worden, wiesen die Anwälte scharf zurück. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht in der Veröffentlichung des Videos den „möglicherweise schlimmsten Anschlag“ auf Israels Image seit der Staatsgründung. Er kündigte eine unabhängige Untersuchung an.
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Ian Liesch

Die islamistische Terrororganisation Hamas hat abermals sterbliche Überreste an Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Die israelische Armee teilte mit, nach IKRK-Angaben seien im Gazastreifen drei Särge übergeben worden. Diese seien nun unterwegs zur Übergabe an israelische Truppen. Nach Angaben des militärischen Hamas-Arms soll es sich dabei um die Leichen von drei Geiseln handeln.
Die Terrororganisation hatte allerdings mehrmals sterbliche Überreste übermittelt, bei denen es sich letztlich nicht um Geiseln handelte. Die Überreste sollen in einem forensischen Institut identifiziert werden.
Vor der Übergabe befanden sich noch die sterblichen Überreste von elf Geiseln im Gazastreifen. Die Islamistenorganisation hatte bereits am 13. Oktober alle noch lebenden Geiseln im Austausch für Hunderte palästinensische Häftlinge freigelassen
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Ian Liesch

Israel hat der Hizbullah einen Wiederaufbau ihres Waffenarsenals vorgeworfen und mit einer weiteren Verstärkung seiner Angriffe auf die pro-iranische Miliz im Südlibanon gedroht. Israel werde sein „Recht auf Selbstverteidigung gemäß den Bedingungen der Waffenruhe ausüben“, sagte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntag. Am Vortag waren nach libanesischen Angaben vier Menschen bei einem israelischen Angriff auf ein Auto getötet worden. Laut der israelischen Armee gehörten die Getöteten der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan an.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministerium ereignete sich der Angriff in der südlibanesischen Region Nabatije. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass das Auto von einer israelischen Rakete getroffen worden sei.
Die israelischen Streitkräfte bestätigten den Angriff und erklärten, dabei seien vier Radwan-Mitglieder getötet worden. Einer von ihnen sei an „Waffentransfers und Bemühungen zur Wiederherstellung der terroristischen Infrastruktur der Hisbollah im Südlibanon beteiligt“ gewesen. Die „Aktivitäten der Terroristen stellten eine Bedrohung für den Staat Israel und seine Zivilbevölkerung dar“, betonte die israelische Armee.
Netanjahu wirft der Hisbollah vor, sich „wieder zu bewaffnen“. Israel erwarte von der libanesischen Regierung, „dass sie ihrer Verpflichtung nachkommt, die Hisbollah zu entwaffnen“, sagte er am Sonntag bei einer Kabinettssitzung. „Wir werden nicht zulassen, dass der Libanon zu einer neuen Front gegen uns wird, und wir werden entsprechend handeln“, warnte Netanjahu nach Angaben seines Büros.
Netanjahu wirft der Hisbollah vor, sich „wieder zu bewaffnen“. Israel erwarte von der libanesischen Regierung, „dass sie ihrer Verpflichtung nachkommt, die Hisbollah zu entwaffnen“, sagte er am Sonntag bei einer Kabinettssitzung. „Wir werden nicht zulassen, dass der Libanon zu einer neuen Front gegen uns wird, und wir werden entsprechend handeln“, warnte Netanjahu nach Angaben seines Büros.
Auch der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte mit einer Verstärkung der Angriffe auf Hisbollah-Ziele. „Die Verpflichtung der libanesischen Regierung zur Entwaffnung und Vertreibung der Hisbollah aus dem Südlibanon muss vollständig eingehalten werden“, erklärte er. Die Miliz spiele „mit dem Feuer“.
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Jonas Wagner
Inmitten der vereinbarten Waffenruhe ist bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden abermals ein Mann getötet worden. Die israelische Armee teilte mit, ihre Luftwaffe habe einen militanten Kämpfer angegriffen, der eine Bedrohung für die israelischen Truppen dargestellt habe. Ein Krankenhaus in Gaza-Stadt bestätigte den Tod eines Mannes nach dem Angriff in der Nähe eines Gemüsemarktes im Stadtteil Shejaia. Israel und die Hamas haben eigentlich einen Waffenstillstand für den Gazastreifen vereinbart, der aber wiederholt gebrochen wurde. Dafür haben sich bei Seiten gegenseitig verantwortlich gemacht.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag, Israel werde weiterhin alle Versuche vereiteln, seinen Truppen im Gazastreifen zu schaden. "Es gibt noch Nester der Hamas in den von uns kontrollierten Gebieten im Gazastreifen, und wir sind dabei, diese systematisch zu beseitigen", erklärte Netanjahu zu Beginn einer Kabinettssitzung. Die Hamas wiederum warf den USA vor, diese unternähmen nicht genug, um sicherzustellen, dass Israel die Vereinbarung für einen Waffenstillstand einhalte.
Seit Inkrafttreten der von den USA vermittelten Waffenruhe im Oktober wurden nach palästinensischen Angaben mindestens 236 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet. Im selben Zeitraum kamen nach israelischen Angaben drei israelische Soldaten durch palästinensische Schützen ums Leben. Fortschritte bei dem von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplan gibt es kaum. Als Haupthindernisse gelten die Entwaffnung der Hamas und ein Zeitplan für den israelischen Abzug aus dem Gazastreifen.
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