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Krieg in der Ukraine : Brüder, zur Sonne, zur Krim!

Außenminister Steinmeier zieht im Ukraine-Konflikt eine rosa Linie. Die „qualitative Veränderung der Situation“, vor der er warnt, wäre vor allem für den Westen eine Qual.

          Der deutsche Außenminister zieht eine rosa Linie: Ein breiter Angriff auf Mariupol „wäre eine qualitative Veränderung der Situation“, die den Westen zu einer Reaktion zwänge. Aber natürlich wolle niemand „blind ehrgeizig“ weitere Sanktionen gegen Russland verhängen.

          Diesen Ehrgeiz kann man dem Westen wahrlich nicht vorwerfen, und Blindheit eigentlich auch nicht. Doch weil den westlichen Verbündeten Handlungsmöglichkeiten fehlen, wollen sie manches einfach nicht sehen, auf keinen Fall aber zugeben.

          Die „qualitative Veränderung der Situation“ trat nämlich schon ein, als Moskau die Krim annektierte. Der Konflikt bekam wieder eine neue „Qualität“, als der Kreml den Krieg im Osten der Ukraine anheizte. Moskau führt und fördert ihn bis heute.

          Alle gegenteiligen Zusagen erwiesen sich als Schall und Rauch. Während der Westen überlegt, welches Zuckerbrot er Putin anbieten könnte, wird im Osten gen Süden marschiert: Brüder, zur Sonne, zur Krim! Diesem „Ehrgeiz“ hat der Westen bis heute nichts anderes entgegenzusetzen als Sanktionen, über die er lauter jammert als der Kreml.

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